Technik: Desktop-Organisation

Der Desktop ist üblicherweise ein Marktplatz – oder weniger freundlich ausgedrückt: ein Durcheinander – an Programmicons, Dokumenten, Bildern, also allem Möglichen. Desktop heißt Schreibtisch. Man kann also sagen: ein unaufgräumter Schreibtisch. Ich verwende den Desktop völlig anders und, wie mir scheint, sinnvoller. Außerdem gibt es hier ein kleines kostenloses Progrämm geschenkt.

Der Desktop ist für mich ein Tisch, auf dem gerade das liegt, was erledigt wird. Wenn alles erldeigt ist, dann ist es genau ein Icon: der Papierkorb. Das hat auch noch einen netten Nebeneffekt: Man sieht etwas von dem Hintergrundbild.

So kann es aussehen

Was haben wir in diesem aufgeräumten Fall in unserer Kommandozentrale?

  1. Den Papierkorb und zu erledigende Dokumente. Alles, was gerade in Arbeit ist, wird auf dem Desktop zwischengelagert. Ist es erledigt, wird es von hier in das entsprechende Archiv verschoben.
  2. Die allerwichtigsten Programme werden in der Taskleiste angeheftet
  3. Alle anderen Programme kommen in eigens erstellte Symbolleisten. An meinem eigenen Arbeitsplatz habe ich drei davon: A (Arbeit), P (privat) und S (System). Wie wir die machen, sehen wir uns nun an.
  4. Die Symbolleisten sind Menüs, die man direkt von hier aus aufklappen kann. Ein reduziertes Beispiel sehen wir hier.
  5. Dieses kleine Häkchen klappt ein Menü auf, aus dem wir die selteneren Programme heraus aufrufen.

So machen wir unsere Symbolleisten

  1. Als erstes brauchen wir dafür einen Ordner. Ich empfehle die Anlage eines Ordners mit z.B. diesem Namen: C:\Werkzeuge. In diesen Ordner installiere ich übrigens sämtliche Programme, die es portabel gibt. Wenn man den Ordner sichert, hat man alle Programme wieder zur Verfügung, sollte man das System neu aufsetzen müssen. So gibt es dort einen Ordner ›Firefox‹, einen ordner ›Irfanview‹ und so weiter. Das geht so, weil portable Programme nämlich die Eigenart haben, alle Einstellungen bei sich zu speichern, was bei einem regulär installierten Programm unter Windows nicht möglich ist.
  2. In diesem Ordner legen wir einen weiteren Ordner an mit dem Namen Link-Ordner (also C:\Werkzeuge\Link-Ordner)
  3. Und in diesem gibt es so viele Ordner mit einem Buchstaben, wie wir Symbolleisten benötigen. In der Regel einen oder zwei. Sagen wir einen für die Arbeit und einen für Privates: C:\Werkzeuge\Link-Ordner\A und C:\Werkzeuge\Link-Ordner\P. Diese beiden Linkordner haben lediglich die Aufgabe, Verknüpfungen zu den jeweiligen Programmen aufzunehmen. Es können natürlich auch Standarddokumente sein; so könnte man einen Ordner machen für Tutorials.
    Warum ich nur einen Buchstaben empfehle, liegt daran, als der gesamte Ordnername Platz in der Taskleiste einnimmt – je weniger, je besser.
  4. Um nun eine neue Symbolleiste zu erhalten, klicken wir mit der rechten Maustaste auf die Taskleiste. Oben verwenden wir den Menüpunkt ›Symbolleisten‹ und dort ›Neue Symbolleiste‹. Daraufhin öffnet sich ein Öffnen-Dialog und fragt nach dem Ordner. Hier wählen wir den ersten der eben gemachten, also C:\Werkzeuge\Link-Ordne\A. Damit gibt es unten den Link mit .
  5. Dasselbe machen wir den zweiten Link-Ordner fürs Private und eventuell weitere.
  6. Nun brauchen wir unsere Ordner lediglich noch zu füllen. Das geht ganz einfach, indem wir unsere Verknüpfungen vom Desktop unten auf  bzw. ziehen. Wenn wir gut zielen, kommt die Meldung ›nach A verschieben‹ oder ›nach P verschieben‹. Dann loslassen und der Link ist in der Symbolleiste verfügbar.
  7. Nach dem Verschieben der Links scheinen sie alle schön in Reih und Glied auf, sobald wir auf oder klicken. Nun können wir sie in unser gewolltes Reih und Glied bringen, indem wir sie mit der Maus nehmen und hinauf oder hinunter verschieben.

Das kleine Geschenkprogramm

Auch wenn ich den Desktop in diesem Sinne nutze, kommt doch einiges an ›Akten‹ auf meinem Tisch zusammen. Ich mag am liebsten einen völlig cleanen Desktop. Also habe ich mir ein Progrämmchen gemacht, mit dem man per Mausklick alle Icons verbergen und wieder anzeigen kann. Hier kannst du dieses Programm DesktopIconsOnOff.exe kostenlos herunterladen.

Du brauchst es nicht zu installieren, sondern nur zu starten. Am bestens speicherst du es gleich in den Ordner C:\Werkzeuge\. Damit es automatisch bei jedem Hochfahren von Windows mit an Bord ist, kopierst du eine Verknüpfung in den Autostartordner (C:\Users\*USERNAME*\AppData\Roaming\Microsoft\Windows\Start Menu\Programs\Startup) oder in der Registry unter [HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run] einen neuen Schlüssel anlegen (neu › Zeichenfolge): “DesktopIconOnOff”=”C:\Werkzeuge\DesktopIconsOnOff.exe”.

Ist es gestartet, dann achte, dass es in der TNA (dieser Bereich rechts unten) auch sichtbar ist: Klick auf das kleine Dreieck rechts neben S», dort ›anpassen‹, in der Liste das Programm suchen und unter ›Verhalten‹ auswählen: ›Symbol und Benachrichtigung anzeigen‹.

Handhabung: Daraufklicken › Icons sind alle weg, nochmals daraufklicken › Icons sind alle wieder da. Rechte Maustaste: beenden (braucht man aber nicht dezidiert).

Viel Spaß bei aufgeräumtem Arbeiten!

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