2 – Bis inklusive ›Aufbruch‹

Nach den ersten 70 Seiten kennst du nun die Protagonisten dieses Buchs. Wie findest du sie?
Wen magst du am liebsten?
Wer ist dir nicht geheuer oder unsympathsich?
Was gefällt dir besonders?
Erinnert dich die Geschichte an eine eigene Situation?

Die Fragen sind nur eine Anregung, bitte frei nach Lust und Laune, was dir zu diesem Abschnitt gefällt, missfällt und was dir dazu alles für Gedanken gekommen sind.

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Ein paar Kommentare zu “2 – Bis inklusive ›Aufbruch‹

  1. ellielli

    so, ich habe gesehen das die Verlosung durch ist, also wage ich mich mal an den Teil eins. Bin natürlich schon weiter und halte mich bewusst kurz. Will nix verraten.
    Gehe mal in Reihenfolge vor.
    1. Lilianne, ihre unbekümmerte freche Art und Odysseus,wegen des Bildes, das du von ihm gezeichnet hast, Mike, weil er ein guter Freund zu sein scheint.
    2. Obwohl sie bis jetzt sympathisch rüber kommt ist mir Gudrun suspekt.
    3. Martin, du malst mit deinen Beschreibungen Bilder in meinem Kopf. Die doch relative Langsamkeit.
    4. eher nicht.

    1. martinmartin Autor des Beitrags

      Oh ja, elli, du hast einen wilden Heimvorteil :-)
      Mal sehen ob du mit Gudrun recht hast. Oder vielleicht wird es genau umgekehrt? Das Leben spielt ja manchmal mit seinen eigenen Würfeln :-)
      Du kannst gern alles zu diesem Abschnitt loswerden, nicht nur zu den Fragen, wenn du Lust hast. Und natürlich auch Kritik, das ist klar.
      Dann also frohes Weiterlesen!
      Liebe Grüße
      Martin

  2. maraka

    Hallo Martin,
    hier mein erster Eindruck
    1 Julian (der auch Giuliano heißt?) – Er will hinter den Vorhang schauen. Und natürlich ist Odysseus überaus interessant. da bin ich gespannt, ob er auch noch ein menschliches Leben bekommt oder nur diese Lehrerfunktion beibehält.
    2 Lilianne – kommt mir künstlich vor, wegen ihrer Nebengesten fühle ich mich darin bestätigt
    3 die Naturbeschreibungen. Der Hohlweg und die Kirschallee insbesondere, die auch als Metapher taugen
    4 an Versuche, erfahren zu wollen, warum etwas geschieht

    Ich weiß noch nicht, ob ich soviel Belehrung in einer Geschichte mag. Es erinnert mich irgendwie an Castaneda, nur lichter und mit mehr Fleisch rum.

    sprachliche Fragen auch hier oder woanders?
    gruß maraka

    1. martinmartin Autor des Beitrags

      Hallo maraka,
      schön, wie bei dir wieder ganz andere Aspekte im Vordergrund stehen, das begeistert mich!
      Ähm … sprachliche Fragen? Ja, klar, warum nicht hier?
      Liebe Grüße
      Martin

      1. maraka

        sprachliche Fragen
        ein bißchen was wird einfach Geschmackssache sein, oder gewohntes Denken? Aber ich weiß einfach nicht, was ein “geschmackvolles Gebäude” ist (bei Satire würde ich Vanille sagen), und ich kann mir keine euphorische Biene vorstellen. Ich mag es auch nicht, wenn ich im Text plötzlich wie direkt angesprochen werde ” damals wußte ich noch nicht”. Dass es so ist, wird ja schon gesagt. ok, kann ich trotzdem so nehmen.
        Aber was ist mit Odysseus` Augen? ” das rechte zusammengekniffene, (und) das rechte Auge”, hm, hat er zwei rechte? Und wie bringt Julian es fertig, das Sweatshirt unter dem Overall zu sehen, von hinter ihm ?
        Bin ich Krümelkackerin? aber es zog meine Aufmerksamkeit aus dem Text. Vielleicht les ich auch nur falsch.

        gruß maraka

        1. martinmartin Autor des Beitrags

          Na ja, falsch lesen kann man schwer, also nehme ich mal an, dass du völlig richtig liest, Buchstaben sind ja keine Auslegungssache. Wenn ich mir erlauben darf, deine Frage zu beantworten, dann tendiere ich teilweise eher zur Krümelkackerin :-)

          Aber gern zu deinen Punkten:

          • • Ein geschmackvolles Bauwerk ist natürlich Geschmacksache.( :-)) ). Giuiliano empfindet sein Firmengebäude halt so. Man könnte aber natürlich besser tellen. So bleibt es halt dem Leser überlassen, was er sich unter geschmackvoll vorstellt.
          • • Bienen dürfen nicht euphorisch wirken …? Es ist ja ein Roman mit Metaphern und kein Faunahandbuch :-)
          • • »damals wußte ich noch nicht« habe ich nicht gefunden. Wenn du solche Stellen findest, dann bitte den genauen Wortlaut, dann kann ich sie mit der Suchfunktion finden.
          • • Das mit dem rechten Auge und dem rechten … nun ja, auch die aufmerksamsten Augen übersehen mal was, egal, ob man zwei rechte oder linke hat.
          • • Das mit dem Sweatshirt unter dem Overall? Na, er hat ihn doch vorher von vorne gesehen.

           
          Es freut mich, dass du das Buch so aufmerksam liest!
          Liebe Grüße
          Martin

  3. RoswithaZatlokal

    Mir gefallen die bildhaften Beschreibungen sehr gut, wenn auch manche Teile für meinen Geschmack zu langatmig sind (Venedig zum Beispiel).
    Julian finde ich bisher sympathisch, kann mich gut in seine Situation hineinversetzen.
    Odysseus erinnert mich ein wenig an Meister Yoda oder an einen dieser Kungfu-Lehrer, die ihren Schülern Lebensweisheiten beibringen wollen. Seine Rolle mag ich irgendwie gar nicht.
    Gudrun ist mir nicht geheuer je mehr ich über sie lese.

    Mal schauen, wie es weitergeht. :-)

    Das mit den beiden rechten Augen ist mir auch aufgefallen, Fehlerteufelchen passieren halt einmal. ;-)

    Ich selbst finde mich dahingehend wieder, weil ich auch gerne Dingen nachspüre.

    1. martinmartin Autor des Beitrags

      Ha ha, Roswitha,und ein schönes Restwochenendemag es schon gern, wenn man jemandem etwas sagt. Andererseits: Giuliano ist ja ganz bewusst zu ihm gefahren, um von ihm Hilfe zu bekommen. Aber sprechen wir uns diesbezüglich vielleicht am Ende wieder :-)
      Viel Freude beim Weiterlesen!

  4. rostei

    So, lieber Martin, auch ich habe es nun geschafft, die ersten Kapitel zu lesen.
    Mir stellen sich einige Fragen zum Klappentext:
    – Ist Julian Hesse gleich Giuliano?
    – Wieso glaubt er, dass er langweilig, öde, nichtig ist? Immerhin hat er einen (besten) Freund… Macht er hier sein Selbstwertgefühl nur von Frauen abhängig?
    – Er schlittert also in seine sechste unglückliche Beziehung? Wieso kann man zu Anfang schon davon ausgehen, das sie unglücklich sein wird?
    – …der Typ Frau, dem er auf den Leim ging…??? Es klingt, als seien die Frauen an seiner Lage schuld, und ein vorsätzliches handeln unterstellt. Ist nach meinem Geschmack etwas weit hergeholt, auch wenn er immer einen bestimmten Typ Frau anziehen würde…

  5. rostei

    Lieber Martin,
    ganz nett finde ich den Charakter der Lilianne. Sie scheint von allen die bodenständigste und ehrlichste Person zu sein. Auch Odysseus, wirkt trotz seiner Fähigkeiten, glaubwürdig. Der Charakter des Julian Hesse empfinde ich als dümmlich (Sorry. Oder soll es so sein? Das wird der weitere Verlauf der Geschichte zeigen…) und mit einem seltsamen Frauenbild ausgestattet (vielleicht ist das auch der Grund für seine Probleme?!). Nur ein Grund: Warum muss er sich Lilianne und Gudrun denn erst beim Bowling so richtig lange anschauen, obwohl kurze Zeit später klar wird, dass Julian und sie, sich schon Ewigkeiten kennen?

    Die Spannung und das “WissenWollen” was weiter geschieht, bleibt bis jetzt trotzdem erhalten. Das finde ich schon mal gut. Die Idee im allgemeinen gefällt mir auch.

    Jetzt weiß ich nicht, ob ich auch etwas zu dem Text selber schreiben soll.

    1. martinmartin Autor des Beitrags

      Hey rostei,

      du kannst schreiben, wozu und was du willst, das ist ja u.a. Sinn der Übung – also auch zum Text.

      • Julian Hesse ist Giuliano, wird mal kurz erwähnt beim Türschild zu seinem Büro.
      • Langweilig, öde, nichtig und bester Freund … Männer im Rahmen einer Freundschaft haben wohl auch etwas andere gegenseitige Ansprüche/Vorstellungen als das in einer Beziehung der Fall ist. Giuliano ist ein introvertierter Typ. Wenn man auf Dauer inmmer wieder hintergangen wird, liegt es auf der Hand, dass man nicht gerade der Knaller ist, was dem Selbstwertgefühl nicht so zuträglich ist.
      • Wegen der sechsten unglückliche Beziehung – beziehst du das auf den Klappentext? Wenn nicht – weiß ja nicht, wie weit du bist – dann gehen Beziehungen selten gut aus mit parrallel schlechtem Bauchgefühl.
      • Warum sein Frauenbild etwas schräg ist und er immer den gleichen Typ anzieht, wirst du vermutlich später verstehen.
      • Warum lange anschauen – Ist es dir noch nie passiert, dass du wen sehr lange kennst und du die Person plötzlich aufgrund keines oder eines nichtigen Anlasses mit völlig anderen Augen siehst? Gudrun hat sich durch ihr Erlebtes außerdem sehr verändert.

      Viele Grüße
      Martin

  6. rostei

    Hallo Martin,

    wenn ich mir die Geschichte von diesen Gedankengängen her anschaue, kann es schon schlüssig werden. Ich lese ja sowieso weiter, und vielleicht beantwortet sich die ein oder andere Frage dann wieder von alleine.

    Ach so, noch die Frage, die sich auf den Text bezieht:
    In “Die Pole des Lebens” auf Seite 34 begreift Julian, was der alte Mann damit meinte, als er den Vergleich vom Fisch und dem Fischen gab. Ich nahm an, das er es doch schon auf Seite 27 (“Odysseus”) verstanden hatte, und nur eine weitere Erklärung von Odysseus wollte.

    Viele Grüße
    Robert

    1. martinmartin Autor des Beitrags

      Hallo Robert,

      Solche Prozesse sind ja eine ständige Sinuskurve, so wie Trauer. Für vieles braucht es mehrfache Bestätigungen. Oder man hört zwar was, aber versteht es erst später.

      Viele Grüße
      Martin

  7. daniela77

    So nun bin ich auch endlich mit dabei. 😊

    Mike finde ich nett, er ist Giuliano ein guter Freund. Auch Odysseus finde ich eine klasse Erscheinung. Seine Art wie er die Dinge sieht und interpretiert ist recht interessant. Bin gespannt was weiter passiert. Auch das er viele Dinge weiß die ihm Giuliano gar nicht erzählt hat, ist sehr mysteriös.
    Der Schreibstil ist flüssig. Es ist spannend geschrieben.
    Ich glaube fast jeder hadert mal mit seinem Leben so wie Giuliano. Ich finde es aber positiv das er nach einer Lösung sucht. Ihm scheinen die tiefsinnigen Gespräche mit Odysseus gut zu tun. Zum Glück verkriecht er sich nicht. Finde es immer gut wenn man mit jemandem reden kann.

    1. martinmartin Autor des Beitrags

      Hey Daniela,

      schön, dass du nun auch dabei bist :-)

      In Romanen haben die Protagonisten oft beste Freundeinnen und Freunde, in Filmen auch. Weiß nicht, ob das im real life auch so der Fall ist. Ich glaube, dass da eine Menge Wunschdenken der Autorinnen hineinverpackt ist

      Odysseus ist ein mysteriöserKnabe, durchaus. Aber man kann mittels Wahrnehmung tatsächlich sehr viel mehr mitbekommen, als das üblicherweise der Fall ist.

      Ohne Hadern ist das Leben vermutlich eine recht öde Sache, auch wenn kaum wer drauf steht :-) Aber ich glaube, dass es sich etwas relativiert, wenn man ständig trainiert, sich eingedenk zu sein, dass das Leben eine Sinuskurve ist – vor allem an den unteren Ausschlägen.

      Liebe Grüße
      Martin

  8. daniela77

    Aber wer nimmt sich heutzutage schon Zeit um alles besser wahrzunehmen. Das heutige Leben besteht doch fast nur aus Stress und Hektik. Und wo endet es dann? – krank usw.

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