Abhängig sein vs. alles selbst machen

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Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von martin martin vor 7 Jahre.

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    martin
    martin
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    Ich kann mir vorstellen, dass diese Frage viele von uns beschäftigt. Auch mich natürlich. Ich selbst bin jemand, der gerne alles selbst macht. Wenn das jemandem so geht, dann lohnt es sich vielleicht, bei der Frage anzusetzen, warum man es denn gerne selbst machen möchte. Weil man nicht abhängig sein möchte? Weil man es selbst im Griff haben will? Schlechte Erfahrungen mit Abhängigkeit gemacht? Inwiefern? Ist es eine Vertrauensfrage? Wenn ja: allgemein oder speziell?

    Warum ich nicht einfach beim Thema bleiben kann? Ich denke, dass wir gerne dazu neigen, gleich schnell an irgendwelchen Ausläufern zu reparieren. Die sind meist offensichtlich. Oft mag das ja auch helfen. Ich finde es aber der Überlegungszeit wert, zu prüfen, ob das eigentliche Problem nicht ganz wo anders liegt. So repariert man nämlich endlos an etwas herum, und das wird nie aufhören, weil die auslösende Ursache einen Stock tiefer liegt. Oder höher. Denn vielleicht ist der Fleck an der Decke keine Schlamperei des Malers, die man mit Farbe und Pinsel beheben kann, sondenr ein Wasserrohrbruch …

    Da hier aber nicht der Ort für philosophische Abhandlungen ist, wieder zurück zum Eigentlichen.

    Die Grundfrage liegt glaube ich hier: möchte ich schreiben um des Lebensunterhalts Willen oder weil es Spaß macht und ich von etwas anderem leben kann?

    a) Ich will mit dem Schreiben meinen Lebensunterhalt bestreiten.
    Sobald man das bejaht, sollte man in den Vernunfts-Modus umschalten und schlichtweg kalkulieren: Wieviel Zeit benötige ich für das Selbstmachen von Cover, Lektorat, Korrektorat, Homepage- und/oder Blog-Erstellung, Herstellun Print/eBook. Wenn ich diese Zeit ins Schreiben investiere, lohnt es sich, diese Arbeiten zu vergeben? Gibt es Möglichkeiten eine kostenfreien Austauschs: ih schreibe für dich einen Artikel, du machst für mich das Cover – also solche Möglichkeiten prüfen. Im Vernunftsmodus wird man sich wahrscheinlich Leute suchen, die für einem Arbeiten erledigen, die man nicht rationell selbst machen kann oder durch die man sich verzetteln würde. Bei der Suche dieser Leute wird man sich erkundigen, welche Erfahrungen andere mit diesen Auftragnehmern genacht haben, um das Risiko einer Fehlinvestition zu minimieren. Das solche aber trotzdem passieren können, sollte man auch einkalkulieren. Auch ist es hifreich, das mystische Bauchgefühl zu stärken.

    b) Ich schreibe gerne, muss nicht davon leben und liebe die Vielseitigkeit.
    Dabei geht es dann nur darum, ob es wirklich sinnvoll ist, sich mit Dingen herumzuschlagen, die einem einefach keinen Spaß machen oder viel zu viel Aufwand benötigten. Zum Beispiel ein Cover, wenn man Null Ahnung davon hat.

    c) Warum will ich veröffentlichen?
    Nur wenn man dafür eine triftige Antwort hat, sind professionelles Lektorat, Korrektorat und Cover nötig. und in der Folge eventuell all die Fragen überflüssig.

    Einfach mal so als Gedankenanstoß :-)

    Herzliche Grüße
    Martin

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