Dialogverfolgung – Erzählstrang

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Dieses Thema enthält 4 Antworten und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von detlev detlev vor 4 Monate, 3 Wochen.

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  • #37922
    detlev
    detlev
    Teilnehmer
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    Liebe Mitstreiter,

    hier ein Bericht aus der Praxis zum Thema Dialogverfolgung.

    Zunächst eine Klarstellung: Die Funktion kann viel mehr, als Dialoge verfolgen oder anzeigen, sie kann Ereignisse kombiniert mit Dialogen und Gedanken sichtbar machen. Es ist dann ein Erzählstrang, bestehend aus Figuren, Orten und Ereignissen.

    Aufruf wie folgt:
    Prüfen > Dialogverfolgung > Dialog hervorheben (oder nicht) > Nicht-Dialoge hervorheben (oder nicht).

    Etwas zweckentfremdet habe ich ein Ereignis als Figur angelegt, Name der Figur XYZ. Den Eintrag behandele ich wie eine Figur, ziehe ihn in die Tabelle Dialogverfolgung.
    In den Szenen, die für das Ereignis XYZ wichtig sind, hänge ich die Figuren an die entsprechenden Dialoge. Hat eine Figur nur „gedacht“, kein Dialog im strengen Sinn, kann ich dem Absatz trotzdem eine Figur zuordnen.
    Dazu trage ich bei allen Szenen/Absätzen, die etwas mit dem Ereignis XYZ zu tun haben, XYZ wie eine Figur ein.

    Kommen neue Szenen zum Erzählstrang dazu, die mit XYZ zu tun haben, erfasse ich sie mit der Dialogverfolgung – alle Figuren, alle Gedanken und alle Hinweise auf das Ereignis XYZ.

    Ab jetzt kann ich von der ersten Szene mit der Dialogverfolgung alle Figuren finden, die mit dem Ereignis XYZ zu tun haben und auch alle Gedanken. Und das nicht nur über eine Szene, sondern über das gesamte Projekt. Mit jeder neuen Szene wird die Liste aussagekräftiger.

    Viel Erfolg
    Detlev

    #37925
    martin
    martin
    Keymaster
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    • Käpt'n

    Lieber Detlev,

    sehr spannend, dafür habe ich direkt ein neues Unterforum angelegt: Praxistalk. Würde mich freuen, wenn wir hier öfters über solche Sachen reden würden.

    Ich habe mich jetzt gefragt, ob diese Lösung so optimal ist, weil ja ein Absatz nur eine ›Figur‹ haben kann. Es sollten aber eventuell für dieses Vorgehen zwei möglich sein, oder? Doch das geht eben nicht.

    Nun frage ich mich, was denn wäre, wenn man den echten Erzählstrang dafür mit verwenden würde? Aber der ist wieder zu großflächig, oder? Oder eventuell Kontexte für die Ereignisse? Denn dafür wären sie ja eigentlich gedacht. So hättest du die Figuren und am Rand dann die passenden Kontexte. Wobei die Kontexte punktgenau im Text wären (nur am Absatzanfang dürfen sie nicht sein, weil sie sich da mit der Dialogverfolgung ins Gehege kommen. Aber wäre eh besser so.

    Was meinst du – oder auch ihr – dazu?

    Viele Grüße
    Martin

    #37926
    detlev
    detlev
    Teilnehmer
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    Lieber Martin,
    In meinem Projekt geht es mir darum den Überblick zu behalten, wie eine/mehrere Personen über einen Zeitraum von 3 Jahren ihre Haltung zu einer Leitfigur von anfangs begeistert über Frustration zu nackter Angst und Hass ändern.
    Die Änderungen ergeben sich aus den Dialogen, die die Figuren mit Freunden über diese Leitfigur führen oder ihre Gedanken. Die Dialogverfolgung bietet mir die Möglichkeit, von einem Dialog einer oder mehrerer Figuren zum nächsten zu springen.
    Pro Absatz reicht mir eine Figur, denn der Eintrag soll mir nur zeigen, wo und zu wem die Figur über die Leitfigur etwas sagt und/oder was sie denkt. Es könnte auch ein Selbstgespräch sein.
    Gut aufgehoben wären die Informationen in Form von Hinweisen sicher auch in der Storyline, da ist Platz nach oben und unten. Im Erzählstrang eher nicht so gut, ich befürchte, auf einem Laptop ist zur Seite zu wenig Platz.
    Gruß
    Detlev

    #37934
    martin
    martin
    Keymaster
    • Beiträge: 4695
    • Käpt'n

    Lieber Detlev,

    die Thematik lässt sich bei einem Tool, das kommen wird – nicht bei 3.14, sondern danach mal – gut herausmodellieren, bei dem man zu allem Möglichen auf einer Skala 1 – 10 etwas pro Szene kennzeichnen kann (mehrere Optionen pro Szene und Projekt und frei zu entwerfen). Damit wirst du dann diese Entwicklung von ›begeistert‹ bis ›Hass‹ schön visualisieren können. Das wird in der Storyline kommen, ein Post dazu gibt es ja bereits.

    Pro Absatz reicht mir eine Figur

    Figur schon, aber wenn du die Figuren für Eigenschaften vergenusswurzelst, dann wären doch evtl. zwei ›Figuren‹ nötig – das meinte ich damit.

    Ich finde es toll, wie du kreativ Vorhandenes nutzt, aber ich denke, da kann Patchwork noch dazulernen.

    Viele Grüße
    Martin

    #37937
    detlev
    detlev
    Teilnehmer
    • Beiträge: 938
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    Lieber Martin,
    ich sehe den Vorteil von PW, dass ich für fast jeden Sonderfall etwas finde, womit ich mir die Schreiberei erleichtern kann. Fast – denn wäre es nicht so, kämen ja nicht laufend neue Funktionen und Varianten dazu. Und alles unter einem Hut, enorm wichtig!
    Im konkreten Fall ist es die Geschichte einer Familie und parallel dazu Zeitgeschichte. Kriegszeit 1941 bis 1945, dann DDR 1945 bis 1953 und der goldenen Westen 1953 bis 1957. Jeweils erzählt aus einem anderen Blickwinkel, aus der Sicht eines Erwachsenen und der eines Heranwachsenden.
    Man hat sich schnell verfranzt, das persönliche Erleben passt nicht zum Zeitgeschehen. Deshalb ist es so wichtig, wann was passiert ist, welche Figur wann was gesagt oder gedacht hat.
    Gruß
    Detlev

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