Eine Frage an alle

Dieses Thema enthält 10 Antworten und 7 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von MartinZ MartinZ vor 1 Jahr, 3 Monate.

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  • #43224
    martin
    martin
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    • Käpt'n

    Liebe Mitschreiber,

    wir plaudern hier recht wenig und doch hoffe ich, dass diesen Beitrag viele von euch lesen und Stellung dazu nehmen.

    Dieses Forum hier sehe ich als einen Kommunikationspool für uns alle. Jemand hat Fragen, eine andere möchte etwas erzählen – und ich nun etwas fragen. Bei dem Forum ist mir wichtig, keine Zensur zu betreiben, die gibt es ja leider derzeit an allen Ecken und Enden. Lediglich Posts die gegen eine Grundethik, die jeder haben sollte, würden wir löschen. Doch so weit kam es bisher noch nicht ansatzweise. Auch geht es in der Regel hier freundlich und zivilisiert zu.

    Und nun sind wir auch schon beim Punkt. Hier die Vorgeschichte:

    Neulich tauchte ein Interessent hier auf und fragte nach ein paar Einstellungen. Eine Kollegin und ich – später noch weitere – beantworteten seine Fragen in üblicher Weise. Bereits in der Antwort begann der Thread leicht zu kippen:

    Oh man, einfach geht anders. Das ist ja echt kompliziert und sehr unlogisch.

    oder

    Oh man…. von Bremen über München, Berlin nach Hamburg. Das ist wirklich sehr umständlich und sehr unprofessionell.

    Okay, ist eine Ansicht, zwar nicht sonderlich taktvoll und freundlich, aber was solls. Ausführliche Antworten meinerseits. Das folgende Post bestand ausschließlich aus Kritik und endete so:

    »Aber ich merk schon, dass Du “auf jedem Topf nen Deckel” hast, nicht offen für Kritik bist, ist halt Dein “Baby”.«

    Okay, auch eine Meinung, die zwar nicht von Einfühlungs- und Verstehenwollen sprüht, aber so was gibts eben.

    Die Schleusen gingen auf meine nun folgende Antwort

    »… mittlerweile frage ich mich, was du genau willst. Uns vorhalten, wie grauenhaft das Programm ist? Warum testest du es dann? Da sollte doch ein Blick genügen, um dich zur Erkenntnis zu führen, dass es nichts für dich ist – oder siehst du das anders? …«

    auf:

    »Ich habe mir sogar die Arbeit gemacht und Screenshots angefertigt, auf denen selbst ein Dreijähriger sieht, dass es da GEWALTIGE Unterschiede zu anderen Programmen gibt. Als Dank kriegt der blöde Piefke ein paar Watschn.«

    und

    »Apropos: DORT [Google] (und in den ganzen Facebook-Gruppen bzw Autoren-Foren) findest Du unzählige Speichellecker, von denen zwar viele das Programm gar nicht besitzen (aber darauf hoffen, so eine Lizenz zu erhaschen), etliche, die damit nicht einmal ansatzweise umgehen können, und noch mehr A****Kriecher, die sich einschleimen, bzw nicht anecken wollen, einfach mit der Herde mitziehen. Schon das ist ein Grund, diese Software nicht zu benutzen!!!«.

    und

    Und nach Deinen ganzen Unverschämtheiten, kriegst Du nun eine von mir zu hören: Räum erst mal in Deinem eigenen Kopf auf, bevor Du Dich über Deine User oder Mitbewerber derart negativ äußerst! . . . Edit: Und ich liege wohl richtig mit der Vermutung, dass Du Deinen Avatar nicht zufällig ausgesucht hast, bei der Schreibe und den Gedanken. Prost!

    Ein anderer Schreibkollege schrieb beschwichtigend und freundlich, die Reaktion war aber nur sowas wie das:

    Ich habe nichts anderes behauptet, vor allem nach dem, was mir alles an den Kopf geworfen wurde. Und wenn ich diese ganzen “Begründungen” mit seinen Schreibfehlern addiere und mit dem Avatar multipliziere, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn man als Alkoholiker abgestempelt wird.

     

    Ich finde den Thread eine Steilvorlage für wenigstens eine Kurzgeschichte, vielleicht sogar ein Buch. Neben Patchwork und dem Schreiben bin ich auch Lebens- und Sozialberater (bei euch glaube ich homöopathischer Psychotherapeut), weil mich Menschen interessieren. Ich kann mir also ganz gut vorstellen, wie so ein explosiver Cocktail im Inneren eines Menschen zustande kommt.

    Und nun zur Frage selbst, denn ich finde, dass es uns alle angeht:

    Allerdings sagte mir gestern eine Freundin, sie würde den Thread löschen. Wenn das andere Leute lesen, wirft es kein gutes Licht auf das Programm. Ich denke hingegen, dass sich der Interessent selbst disqualifiziert. Außerdem habe ich unzählige Male erlebt, wie bei einem Mitbewerber Posts aus viel geringeren Gründen gelöscht wurden, z.B. sachliche Kritik. Man findet dort zum Beispiel den Namen ›Patchwork‹ nur im Zusammenhang mit Häkeldecken und zusammengewürfelten Familien. Was manche Leute tun, um nur ja keinen Euro zu verpassen … Ich finde solche Zensur nicht nur kindisch, sondern vertrauensabtötend. Zudem werden dann ja auch die Posts der anderen Nutzer gelöscht, was ich denen gegenüber mehr als unfair finde.

    Würdet ihr also solche Threads entfernen (Schaden für die Reputation) oder drin lassen (so ist das Leben eben)?

    Liebe Grüße
    Martin

    P. S. : Hier übrigens der Link zu dem gegenständlichen Thread, wer Lust hat, sich das Spektakel zu geben.

    #43225
    Marlow
    Marlow
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    Hallo Martin,

    ich bewundere schon lange deine Geduld, die Du für solche Leute aufbringst, aber ehrlich gesagt, muss man sich sowas nicht bieten lassen.

    Was diese Menschen dazu bewegt, sich ellenlang (schriftlich) aufzuregen und dabei provozierend und beleidigend zu werden, liegt mMn auf der Hand: Sie suchen Aufmerksamkeit, weil sie wahrscheinlich in einem kleinen, beengten Geist und in einem eben solchen Leben leben. Das ist traurig für ihn, auch wenn nur wir das von außen und im wohlwollendesten Falle so sehen, er selber wird es gar nicht so empfinden. Daher ist jede investierte Mühe unsererseits vergebene Energie, leider.

    Aber man kann nun mal nicht alle Menschen und die Welt retten, sondern nur auf sein eigenes Umfeld achtgeben und dort Gutes bewirken, in dem man freundlich und wohlgesonnen denen gegenüber ist, die einem genauso entgegen kommen.

    Meiner Meinung nach solltest Du diese Threads einfach löschen und das, ohne schlechtes Gewissen. Ich denke mal, das wird Dir hier bestimmt niemand krumm nehmen, auch nicht diejenigen, die schon eine Antwort dazu verfasst hatten. Wir haben hier eine so schöne Gemeinschaft und auf jeden Fall das Recht, diese vor Trollen wie ihn zu schützen. Und Du hast das Recht, dein Programm vor ungerechtfertigter, beleidigender Kritik und Schaden für deine/seine Reputation zu schützen!

    Du hattest es doch schon gesagt: Summa summarum – abhaken und einfach vergessen. Also: WECH DAMIT!

     

    Im Übrigen lassen sich diese Trolle leicht in anderen Foren finden, in denen sie ebenfall herumstänkern. Zum Glück sind sie eher die Ausnahme.

     

    Liebe Grüße
    Marlow

    #43250
    Millamilla
    Millamilla
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    Hallo Martin,

    ich habe dies heute ebenfalls gelesen.

    Löschen würde ich das nicht. Es wirft weder ein negatives Licht für Patchwork, noch auf dich. Entweder man schafft sich selbst mit einer Testversion einen Eindruck über das Programm und lässt sich ggfs. umstimmen oder eben nicht, weil man auf jemand hört, statt sich selbst eine Meinung zu bilden.

    Hätte man damit anders (auf beiden Seiten) umgehen können? Vielleicht. Hätte es einen Unterschied gemacht? Das wage ich zu bezweifeln. Manchmal sucht man sich Streit oder einen Grund, wenn es einem schlecht geht. Manchmal fühlt man sich von der Welt missverstanden und hat gerade jemanden zu Hand, an dem man es auslassen kann. Das hat weder was mit Patchwork, noch mit dir zu tun. Vielleicht nicht einmal mit der Person, sondern der Situation.

    Letzten Endes ist es aber in meinen Augen irrelevant.

    Einige Punkte des Anfangsposts kann ich persönlich auch nachvollziehen (bevor alles abschweifte), doch es ist nun mal auch nicht alles möglich und schon gar nicht von heute auf morgen. Also tja.

    Da du nach unserer Meinung gefragt hast: Ich würde es stehen lassen wie es ist. Wenn jemand ähnlicher Meinung ist wie dieser, kann er sich ja an der ursprünglichen Diskussion (bitte in netter Form :) ) beteiligen. Ein Programm lebt nun mal aus der kontinuierlichen Verbesserung. Lasst uns einfach gemeinsam und schrittweise Patchwork noch besser machen. :P

    Lass dir das bloß nicht den Tag verderben oder gar länger auf der Seele liegen. Das ist es nicht wert.

    Gruß Milla

     

    #43256
    martin
    martin
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    • Käpt'n

    Hallo Milla,

    Lass dir das bloß nicht den Tag verderben oder gar länger auf der Seele liegen. Das ist es nicht wert.

    Keine Sorge! Ich dachte mir nur Ups, ist es wieder mal so weit (circa alle drei Jahre kommt sowas daher). Ich sehe das wie du, auch wenn es mir jedes Mal leid dut, wenn man keine konstruktive Kommunikation zusammenbringt. Aber irgendwann machts dann keinen Spaß mehr.

    Viele Grüße
    Martin

    #43257
    Thorsten
    Thorsten
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    Hallöchen,

    als leider bekennender nur passiver Beobachter, habe ich diesen Thread nur zum Anfang gelesen.

    Auch wenn solche Threads und Personen sehr ärgerlich sind, würde ich diesen Post auch nicht löschen. Eher sperren und den Thread mit einem Hinweis versehen z.B. [Thread verstößt gegen Anstandsregeln] oder so ähnlich.

    Wenn man Patchwork nicht kennt, wirkt es für den Anfang erschlagen. Ich habe damals im Oktober 2017 mit der 2.x angefangen und hab nahtlos den umstieg auf 3.x mitbekommen, und für mich war es schon immer eins der umfangreicheren Software, wo man sich dennoch leicht einarbeiten konnte und die sehr tolle Hilfe mit F1 hat oder entweder sich dann im Forum holen kann.

    Auch wenn ich bisher kaum zum schreiben kam und eher mein Projekt immer nur plane und dann wieder neu (jetzt aber mit meinem Bruder und jetzt mit der Teamarbeit (sofern mein Bruder sich dafür entscheidet) wird es dann was ;) ), ist es eine wohltat mit Patchwork. Ich will es einfach nicht missen.

    Herzlichen Dank!

     

     

    #43275
    susanne
    susanne
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    Oh Martin, ich kann deinen Ärger gut aus eigenem Erleben nachempfinden. Da entwickelt man jahrelang an einer Lösung, baut jeden Kundenwunsch ein, verbessert und tüftelt. Man ist stolz und weiß “meins ist das Beste”. Dann sagt einem ein Anwender, der noch gar nichts aber auch wirklich gar nichts vom Umfang meines tollen Produkts kennt, dass es das alles deutlich besser machen könnte. “Ja wo sind wir denn, muss ich mir das gefallen lassen?” Und schon knirscht es, der Tag ist versaut und der Blutdruck durch die Decke.
    Ich versteh aber auch den Anwender und möchte gerne erzählen, wie es mir geht, seit ich mich für Patchwork entschieden habe: Ich hatte gerade eine Chronik, an der ich zwei Jahre gesessen bin, als 560-seitiges Werk an die Familie verteilt. Nun wollte ich mit einem neuen Projekt starten, eine Autobiografie für meine Kinder. Ich wollte aus Fehlern lernen, professioneller vorangehen und verhindern, dass es nicht wieder, so wie bei der Chronik, aus dem Ruder läuft.
    Scrivener war ich gewohnt, vermisste aber eine Timeline. Das Stichwort führte mich zu Patchwork und den tollen Einführungsvideos. Ich habs gleich gekauft und legte los. Im Kreativboard entdeckte ich die Kästchen wie bei Scrivener. Na also, wie Scrivener und ne vertikale Timeline, eine gute Entscheidung. Nach Tagen im Kreativboard und Anleitungsvideos gucken, hatte ich ein seltsames Gefühl. Ich hatte das Gefühl, dass ich aber auch gar nichts kapiere.
    Mir wurde plötzlich klar, PW muss irgendwie anders entstanden sein, als ich dachte. Da steckt so viel drin, was ich nie in einem Autorenprogramm gesucht hätte, aber irre Möglichkeiten auftut. Damit kann man ja Recherchieren, die Menschen und Schauplätze beschreiben, Daten sammeln und ordnen, und und und.
    Ich nudelte mir die PW 1+2 Videos rein, kapiere allmählich den Umfang von PW und bin ratlos. Ich bin mir einfach nicht sicher, ob ich das alles mit meinem Wust an Daten aus einem Zeitraum von 100 Jahren machen kann.
    Mir fehlt total das Gefühl für die Art und Weise der Datenspeicherung. In einem frühen Video zur Recherche fällt einmal der Begriff Datenbank. Das macht mich hellhörig, da ich in meiner 45-jährigen IT-Laufbahn immer datenbankorientiert gedacht habe. Aber wo steckt sie? Welche Kapazität hat sie? Wo sind die Indexe und Verkettungen?
    Lege ich für Zeitabschnitte neue Projekte oder Bände an? Hilft das, die Datenmengen im Griff zu behalten? Was ist mit Figuren und Schauplätzen, die irgendwann in meinem Leben keine Rolle mehr spielen, also ab einer bestimmen Zeit in den Übersichten nicht mehr sichtbar sein sollen.
    Ich bin dankbar, dass es zum Tweet “Eine Frage an alle” gekommen ist. Er gibt mir den Mut zu fragen. Denn er bestätigt, dass es in der Natur eines solch komplexen Programmes wie Patchwork liegt, dass man Gefahr läuft, sich an einer Kleinigkeit festzubeißen und dabei die vielen Möglichkeiten übersieht.

    #43276
    martin
    martin
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    Hallo Susanne,

    ich kann gut nachvollziehen, dass es schwierig ist, sich zuerst alles gedanklich zueigen zu machen, bevor man loslegen kann. Zumal man das nicht tut, sondern loslegt und dann versucht, nachzuholen.

    Am einfachsten wäre es, so zu fragen: »Ich möchte das und das machen, das uns das sollte dabei auch noch berücksichtigt werden, wie mache ich das am besten?«

    Dann können wir die sozusagen Botkrumen legen, denen folgend du vorgehen kannst. Ich hoffe, dass es dafür nicht zu spät ist.

    Zur Datenbank: Der Begriff ›Datenbank‹ wird gerne für eine Menge an Daten verwendet. Patchwork nutzt (zum Glück) keine Datenbank. In den vergangenen Jahrzehnten hatte ich ausschließlich mit sehr mächtigen Datenbanken gearbeitet, was durch die Multiuser-Programm auch gar nicht anders gegangen wäre. Doch für Patchwork hätte eine Datenbank keinen Nutzen. Denn selbst Werke mit 7.000 Szenen und 6.000 Normseiten sind kein Problem, wie man sieht.

    Sag einfach, was du machen möchtest und wir überlegen gemeinsam den besten Weg – wo hast du schon diese Möglichkeit?

    Viele Grüße
    Martin

    #43278
    susanne
    susanne
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    Ja, lieber Martin, das beeindruckt mich von Anfang an, dass alle Fragen so schnell direkt von Dir, dem Entwickler beantwortet werden. Das gibts tatsächlich nirgends.
    Also keine Datenbank. Dann brauch ich nicht zu suchen und muss drauf vertrauen, dass PW alles schluckt was ich ihm füttere. Die Seitenzahl ist sicher nicht das Problem aber ev. die Dokumente und Bilder. Da geht es schon in die GB´s.
    Nein es ist noch gar nichts zu spät, falls es nicht bei mir zu spät ist. Ich meine wegen der Denkfähigkeit. Das mit den Brotkrumen finde ich Klasse, erinnert mich an Hänsel und Gretel, meine erste Theaterrolle mit 12. Wie schön habe ich da den Abendsegen gesungen.
    Was ich will habe ich schon in meiner Vorstellung und einigen Tweets geschrieben. Ausgehend von einer Biografie die als Grundlage zu einem Film gedient hat eigene Erinnerungen zeitabschnittsweise hin zufügen.
    Wir hatte uns ja schon auf mehrere Bände geeinigt. Damals wusste ich noch nichts von Requisitentimelines und Recherchetools.
    Zur Zeit sichte und Scanne ich wie verrückt und wollte das alles in ein DBMS einpflegen um ein Dokument schnell über Stichwörter anzeigen zu können. Kann ich mir das sparen und gleich in PW die Dokumente einstellen?
    Wichtig ist, dass ich alles im zeitlichen Zusammenhang sehen kann. Denn erst dann wird es verständlich. Ich habe gelernt, dass vieles oft lange vorangehende Ursachen hat. Ein Hauptziel der Biografie soll sein solche Zusammenhänge für die Nachkommen verstehbar zu machen.
    Als Handlungsstränge sehe ich
    – die bestehende Biografie (die neutrale Erzählerin),
    – meine Erinnerungen aus dieser Zeit in der Ich-Form
    – Begleitende Erzählungen von Zeitzeugen, Beschreibung von Orten, externe Berichte etc.

    Bitte denke nicht, dass du mir jetzt gleich für alles eine Anleitung geben musst. Du hast mir ja schon im März einige Tipps unter meine Vorstellung geschrieben. Ich kann auch ganz gezielt meine Fragen unter Deine schon bestehenden Vorschläge einstellen. Oder sollen wir ein Thema “Biografie schreiben” aufmachen? Mich wundert es eh, dass dieses Thema kaum vorkommt.
    Danke für alles.

    #43279
    martin
    martin
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    • Käpt'n

    Hallo Susanne,

    Thema ›Biografie‹ ist eine sehr gute Idee!

    Wenn es um Dokumente geht, würde ich dafür die Konzeptarbeit, also die projektbezogene Recherche verwenden (brauner Koffer). Gliedern kannst du dort alles wie du willst und du hast vor allem auch die Möglichkeit, mehrere Gliederungskriterien anzulegen, also z.B. chronologisch und sachlich, und dann redundante Beiträge anzulegen. Dafür gehst du so vor:

    1. reduDen zu ›duplizierenden‹ Beitrag markieren ((2) erscheint)
    2. zu dem Zweig gehen, wo er auch noch hin soll, und dort ›Duplizieren‹ drücken.

    Damit wird nur der Eintrag dupliziert, verweist aber auf dieselbe Datei. Also zwar ein reduntanter Eintrag, aber keine doppelten Daten.

    Außerdem werden alle Text-, Internet- und PDF-Einträge verschlagwortet, was für eine Suche sehr praktisch ist, da du so eine Volltextsuche zur Verfügung hast.

    Weiters kannst du Konzeptarbeitsbeiträge zu den jeweiligen Szenen ziehen und hast von dort aus dann schnellen Zugriff – auch ohne Datenredundanz.

    Liebe Grüße
    Martin

    #43280

    Supernova87a
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    So lächerlich es auch klingt: Ich bin zu PW gekommen, weil ich mich über das Forum des Papyrus-Entwicklers geärgert habe. Dort wurden jegliche kritische Bemerkungen (wirklich sachlich vorgetragene!) gelöscht. Gerade freiheitsliebenden Autoren sollte man so etwas nicht bieten.
    Ich bin selbst Entwickler und Autor. Mit Kritiken umzugehen, ist nie einfach. Mit (objektiv) ungerechtfertigten umzugehen ist noch schwerer. Als Autor muss man schon mal die Zähne zusammenbeißen, wenn sogar sachlich falsche Behauptungen in einer Rezension auftauchen (die man nicht einmal klarstellen kann). Soweit so gut.
    Und trotzdem: Völlig unsachliche und beleidigende Einträge würde ich löschen. Hier ist das Fingerspitzengefühl des Admin gefragt.

    #43284
    MartinZ
    MartinZ
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    Hallo zusammen,

    zunächst kurz: Ich habe eine kleine Erwiderung in dem anderen Verlauf geschrieben, muss ich jetzt ja nicht hier wiederholen.

    Ich kann mich voll und ganz Susanne anschließen, wenn sie schreibt:

    Oh Martin, ich kann deinen Ärger gut aus eigenem Erleben nachempfinden. Da entwickelt man jahrelang an einer Lösung, baut jeden Kundenwunsch ein, verbessert und tüftelt. Man ist stolz und weiß “meins ist das Beste”. Dann sagt einem ein Anwender, der noch gar nichts aber auch wirklich gar nichts vom Umfang meines tollen Produkts kennt, dass es das alles deutlich besser machen könnte. “Ja wo sind wir denn, muss ich mir das gefallen lassen?” Und schon knirscht es, der Tag ist versaut und der Blutdruck durch die Decke.
    Ich versteh aber auch den Anwender und möchte gerne erzählen, wie es mir geht, seit ich mich für Patchwork entschieden habe: Ich hatte gerade eine Chronik, an der ich zwei Jahre gesessen bin, als 560-seitiges Werk an die Familie verteilt. Nun wollte ich mit einem neuen Projekt starten, eine Autobiografie für meine Kinder. Ich wollte aus Fehlern lernen, professioneller vorangehen und verhindern, dass es nicht wieder, so wie bei der Chronik, aus dem Ruder läuft.
    Scrivener war ich gewohnt, vermisste aber eine Timeline. Das Stichwort führte mich zu Patchwork und den tollen Einführungsvideos. Ich habs gleich gekauft und legte los. Im Kreativboard entdeckte ich die Kästchen wie bei Scrivener. Na also, wie Scrivener und ne vertikale Timeline, eine gute Entscheidung. Nach Tagen im Kreativboard und Anleitungsvideos gucken, hatte ich ein seltsames Gefühl. Ich hatte das Gefühl, dass ich aber auch gar nichts kapiere.
    Mir wurde plötzlich klar, PW muss irgendwie anders entstanden sein, als ich dachte. Da steckt so viel drin, was ich nie in einem Autorenprogramm gesucht hätte, aber irre Möglichkeiten auftut. Damit kann man ja Recherchieren, die Menschen und Schauplätze beschreiben, Daten sammeln und ordnen, und und und.

    Mir ist es gerade im Umstieg von Scrivener, dass ich sehr mag und gerne auch dort weiterschreiben würde, aber leider Gottes fehlen dort wichtige Dinge, die ich hier alle vorgefunden habe und deshalb gerne hier mit Patchwork arbeite, auch so ergangen, zudem gibt es für Scrivener kein so gutes und freundliches Forum, in dem man umgehend Hilfe bekommt.

    Und dann zu Supernova87a:

    So lächerlich es auch klingt: Ich bin zu PW gekommen, weil ich mich über das Forum des Papyrus-Entwicklers geärgert habe. Dort wurden jegliche kritische Bemerkungen (wirklich sachlich vorgetragene!) gelöscht. Gerade freiheitsliebenden Autoren sollte man so etwas nicht bieten.

    Genauso ist es mir mit Papyrus gegangen. 😂😂 Und darin besteht auch der fundamentale Unterschied zwischen Patchwork und Papyrus, das ja auch kein schlechtes Programm ist und das von vielen Autorinnen und Autoren ebenso heiß und innig geliebt wird. Ich war dort lange Betatester, bis ich dem Herrn, dessen Namen ich hier jetzt nicht nennen möchte 😂😂, zuviele Vorschläge gemacht habe, die ihm nicht passten.

    Aber das steht auf einem anderen Blatt.

    Zurück zum Thema: Martin, lass den Verlauf stehen, das zeigt dann, dass wir hier durchaus im Stande sind, solche – vorsichtig ausgedrückt – “Weltverbesserer” auszuhalten.  Wie ich aber feststellen konnte, ist er nicht weiter aufgetaucht oder?

    Herzliche Grüße Martin

     

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