Stilanalyse: Gibt es Tooltips und Hinweise für Verbesserungen?

Home Foren Patchwork3 Fragen zur Bedienung Stilanalyse: Gibt es Tooltips und Hinweise für Verbesserungen?

Dieses Thema enthält 30 Antworten und 8 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von martin martin vor 6 Tagen, 16 Stunden.

Ansicht von 15 Beiträgen - 1 bis 15 (von insgesamt 31)
  • Autor
    Beiträge
  • #39335

    Anonym
    • Beiträge: 1
    • schaut mal rein

    Guten Tag,

    mein Hauptinteresse an Patchwork liegt in der Stilanalyse (ich schreibe hauptsächlich Artikel für Webseiten, und brauche daher die meisten Funktionen nicht).

    In der Vergangenheit habe ich dafür Papyrus Autor genutzt, nun wollte ich allerdings auch mal PatchWork testen.

    Was mir bisher fehlt, sind Tooltips, wenn ich mit der Maus über Markierungen der Stilanalyse fahre.

    In einem Video von vor zwei Jahren, habe ich Tooltips für die Stilanalyse gesehen – bisher war es mir allerdings nicht möglich solche Hinweise anzeigen zu lassen.

    Ich habe das Ganze unter Linux/Wine und Windows/VirtualBox getestet.

    Außerdem vermisse ich umfangreichere Hinweise darüber, warum ein Problem ein Problem ist, und wie ich es am besten löse.

    Besitzt PatchWork 3 diese Funktionen?

    Soweit ich mich erinnere, hat Papyrus Autor  dies unterstützt (allerdings habe ich Papyrus seit mehr als zwei Jahren nicht mehr benutzt – ich bin mir also nicht 100% sicher).

    Vielen Dank.

     

    #39337

    sven2
    Teilnehmer
    • Beiträge: 45
    • Stammgast

    Also bei mir kommen kleine Tooltips, wenn ich in der Stilanalyse den Mauszeiger über ein unterstrichenes/durchgestrichenes bewege. Bin allerdings auch unter „reinem“ Windows.

    Liebe Grüße, Sven

    #39338
    martin
    martin
    Keymaster
    • Beiträge: 4601
    • Käpt'n

    Hallo Anonym,

    ich weiß nicht, welche Version du hast, aber Tooltips sind schon länger auch bei der Stilprüfung dabei. Allerdings wäre bei der Stilprüfung ein Tooltip nicht wirklich notwendig, denn mit minimalen Schreibkenntnissen weiß man, dass diese Wörter suboptimal sein können – also kurz überdenkenswert, ob man sie weglassen/auswechseln kann – aber nicht zwingend müssen. Einen guten Text kann man nicht per Computer erstellen lassen, weil selbst das perfekteste Programm nie einem Text das Leben einhauchen wird können wie es ein engagierter Autor vermag. Ich persönlich sehe die Stilprüfung als Anregung und am besten wird sie mit dem nebenher laufenden Thesaurus genutzt, um Text flüssiger zu machen.

    Wichtig hingegen finde ich eine möglichst korrekte Rechtschreibung und Grammatik, die trotz Individualität bestmöglich passen sollte.

    Viele Grüße
    Martin

    #39339
    detlev
    detlev
    Teilnehmer
    • Beiträge: 934
    • Gehört zur Einrichtung

    Es gibt Handlungen, bei denen der Text – ich nenne es mal so – salbungsvoll rüber kommen soll, andere bei einem einfachen Charakter, der abgehackt und verdreht spricht. Ich kann mir kein Computerprogramm oder Stilprüfung vorstellen, die das maschinell erledigt. Wenn, dann wären wir nicht mehr weit weg von maschinell erstellten Texten.

    #39340
    Pam
    Pam
    Teilnehmer
    • Beiträge: 42
    • Stammgast

    Ein Hallo in die Runde,

    zunächst einmal zu Linux/Wine: Die kleinen Tooltips werden bei mir korrekt angezeigt. Was der Frager wahrscheinlich meint, sind jene ausführlicheren Tooltips, die Papyrus in Petto hat, siehe folgende:

    Bildschirmfoto vom 2021-05-02 23-23-54

    Bildschirmfoto vom 2021-05-02 23-22-42

    Bildschirmfoto vom 2021-05-02 23-21-27

    Bildschirmfoto vom 2021-05-02 23-20-27

    Wichtig hingegen finde ich eine möglichst korrekte Rechtschreibung und Grammatik, die trotz Individualität bestmöglich passen sollte.

    Ich finde, Martin hat recht.

    Wenn Patchworks Stilanalyse etwas moniert, zeigt der Tooltip ein aussagekräftiges Wort zur Erklärung. Ich brauche keinen Satz, der mir mittielt, dass ein Satz ohne Hilfsverb prägnanter formuliert werden kann.

    Ich wünsche einen schönen Abend oder besser ausgedrückt: eine angenehme Nachtruhe
    Pam

    #39344

    sven2
    Teilnehmer
    • Beiträge: 45
    • Stammgast

    Wobei ich zugeben muss, dass ich die Tooltip-Texte in den oben bebilderten Beispielen gelungen finde.

    Hat jemand eigentlich mal verglichen, wie die Stilanalyse von Papyrus vs. Patchwork so ist?

     

     

    Herzliche Grüße,

    Sven

     

     

    #39346
    martin
    martin
    Keymaster
    • Beiträge: 4601
    • Käpt'n

    Hallo Sven,

    ein interessantes Thema! Und ja, ich habe das sehr verglichen :-)

    Papyrus legt sein gesamtes Marketing – und sie sind definitv Marketingfreaks – auf die Stilanalyse, die ja die Erfindung ihres Starautors Andreaas Eschbach ist. Sonst haben sie ja m.E. recht wenig, was das Autorenleben erleichtert (sonst hätte ich nie Patchork gemacht). Daraus ergibt sich naturgemäß die volle Gewichtung auf den ›Auftritt‹, was dann in diesen Details mündet, die auf den ersten Blick ganz nett wirken. Durch den Schwerpunkt auf das Marketing ist natürlich alles sehr chic, Marketing ist ja Schein. Das soll bitte keine Herabwürdigung von Papyrus sein, jeder macht es so, wie er es richtig findet.

    Ich persönlich halte von Marketing wenig bis nichts, finde es sehr viel Anstrengung und Energie, um etwas anders scheinen zu lassen, als es ist, Echtheit ist mir lieber und es ist auch weniger energiefressend – wie im real life :-) Natürlich eine möglichst gefällige Optik, das ist klar. Aber mir ist wichtiger, wie sich ein Programm in den Arbeitsfluss eingliedert, ihn unterstützt, erleichtert und professionalisiert. So sind die Interessen von Papyrus und Patchwork sehr unterschiedlich – wie gesagt: ohne Wertung!

    Ich persönlich finde die Stilprüfung zwar ganz nett, aber bei Weitem nicht das Wichtigste (ich muss gestehen, dass ich sie selbst kaum nutze und Patchwork sie nur hat, weil manche Autoren sie mögen). Deshalb haben wir auch spärlichere Hints. Das, was bei den ausführlichen Hints so toll aussieht, sind im Prinzip immer dieselben paar Aussagen, die man m.E. auf unsere Tooltiptexte reduzieren kann, ohne dabei an Unterstützung einzubüßen. Dafür haben wir ein paar Features, die Papyrus nicht hat, etwa die Inquits, m.W. auch die Substantivierungshinwiese sowie all die anderen Prüfungen, von der Dialogverfolgung bis zum Szenencheck, die nämlich wirklich wichtig sind für eine Geschichte. Stilprüfung sollte außerdem mit zunehmender Schreibpraxis immer weniger nötig sein, weil es einem schlichtweg auffällt, wenn man zu viel Füllwörter verwendet oder tellt anstatt zu showen. Manchmal sind aber all diese Pfui-Wörter auch wieder wichtig, um einen Text stimmungsvoller erscheinen zu lassen – wie gesagt: Praxis.

    Viele Grüße
    Martin

    #39347
    Pam
    Pam
    Teilnehmer
    • Beiträge: 42
    • Stammgast

    Hallo Sven,

    ich hab mal schnell Papyrus Demo 11 unter Linux in einer neuen Wine-Umgebung installiert (wird nach dem Vergleich sofort wieder entfernt). Bevor ich mich für PW entschied, fiel mir die unterschiedliche Einstufung des Lesbarkeitsindexes der beiden Programme auf. Patchwork setzt hier früher auf rötliche Einfärbung. Ebenfalls auffällig, Papyrus zeigt einen ausführlicheren Tooltip an, während Patchwork auf eine prägnante Erklärung setzt.

    Mit Papyrus arbeitete ich eine geraume Weile, stieg jedoch mit Version 8.5 aus. Ich fand das Programm gut, aber Patchwork liebe ich! Und während ich das hier schreibe, erhalte ich eine Mail mit Martins Beitrag, der meinen Vergleich wahrscheinlich hinfällig macht. Dennoch nachfolgend ein paar Screenshots.

    Here are the results:

    Papyrus, “sorgsam” und “mühevoll” nicht als Adjektiv moniert:

    Pap-01

    Patchwork, “sorgsam” und “mühevoll” als Adjektiv moniert:

    PW-01

    Papyrus, Tooltip zu Füllwort “auch”:

    Pap-02-1

    Patchwork, Tooltip zu Füllwort “auch”:

    PW-02-1

    And the winner is …

    … soll jede/r für sich selbst entscheiden. Für mich hat Patchwork trotz des kurzen Satzes “Ist das Füllwort nötig?”, der übrigens alle benötigten Informationen enthält, die Nase weit vorn.

    Lieber Martin, der dicke Blumenstrauß, den ich in den LAN-Anschluss steckte, wird wohl nicht ankommen. Die Flasche Wein, dessen Inhalt ich in den Router kippte, hat wohl auch keine Chance, beim Adressat anzukommen. Hmm, dann eben ein schriftliches Dankeschön für die vielen Stunden der Entwicklung des genialen Autorenprogramms.

    Herzliche Grüße
    Pam

    #39348
    martin
    martin
    Keymaster
    • Beiträge: 4601
    • Käpt'n

    Liebe Pam,

    danke für diesen tollen Vergleich, illustriert die von mir oben beschriebene Thematik wunderbar.

    Hints haben eine Eigenschaft: Sie bleiben nur eine gweisse Zeit sichtbar und deaktivieren sich selbst nach einigen Sekunden. Die Anzeigedauer ist insofern heikel, als zu lange genauso nervt wie zu kurz, und man den Hint mit der Maus öfters wiederbeleben muss. Aus diesem Grund mag ich bei Hints (Tooltips) lieber kurze prägnante Texte, die man auf einen Blick erfasst – das muss sich sogar noch ohne Stress ausgehen! Deshalb sind übrigens die Hints bei den Schaltflächen aufgeteilt in einen kurzen Tooltip (der schnell verschwindet) und einen langen in der Titelleiste aufgeteilt, den man beliebig lange lesen und darüber nachdenken kann.

    Das sind halt so Feinheiten, die ich persönlich liebe, denn ich richte mir etwas immer gern optimal rationell und praktisch her.  Na ja, wenn man programmiert, gern optimiert und auch noch selbst schreibt – dann geht’s gar nicht anders .-)))

    Herzliche Grüße
    Martin

    #39349
    martin
    martin
    Keymaster
    • Beiträge: 4601
    • Käpt'n

    Kleiner Nachtrag: Ich vermute – siehe erstes Beispiel – dass Papyrus die Stilanalyse in den Lesbarkeitsindex mit einbezieht. Das fände ich insofern unpassend, weil der LIX sich wirklich nur auf die Lesbarkeit beziehen sollte, die sich ja aus Satz-, Wort- und Silbenlänge errechnet. Hingegen Phrasen & Co haben damit nichts zu tun.

    Interessante Analysen, finde ich.

    #39350
    Pam
    Pam
    Teilnehmer
    • Beiträge: 42
    • Stammgast

    Lieber Martin,

    genau so ist es: optimal rationell und praktisch, intuitiv natürlich auch noch.

    Im Vergleich erkennt man auch deutlich, dass Papyrus weder Endungen noch Phrasen umrandet oder anderweitig kenntlich macht. Und ich habe in beiden Programmen alle Haken gesetzt.

    Erfreulicherweise haben wir PW-Fans auch noch einen Käpt’n, der jede Frage geduldig und freundlich beantwortet. Ich kann mich nur wiederholen: Danke, Martin.

    Herzliche Grüße
    Pam

    #39355

    DanielFooBar
    Teilnehmer
    • Beiträge: 8
    • schaut mal rein

    Vielen Dank für eure Antworten :)

    (Ich habe mit meiner E-Mail-Adresse (dessen Domain keine aktive Website enthält) scheinbar einen Spam-Filter ausgelöst, wodurch mein Account gelöscht wurde. Ich musste daher einen neuen Account erstellen, und habe nun einen anderen Nutzernamen… :))

    @sven:

    > Also bei mir kommen kleine Tooltips, wenn ich in der Stilanalyse den Mauszeiger über ein unterstrichenes/durchgestrichenes bewege. Bin allerdings auch unter „reinem“ Windows.

    Das ist sehr merkwürdig. Bei Wine (ein Windos-Emulator für Linux) kann ich es nachvollziehen, wenn etwas nicht funktioniert, mit VirtualBox sollte allerdings alles wie bei einer Hardware-Installation funktionieren (da eine vollständige Hardware-Umgebung emuliert wird, unter welcher ein vollständiges Windows-Betriebssystem installiert wird).

    @martin:

    > ich weiß nicht, welche Version du hast, aber Tooltips sind schon länger auch bei der Stilprüfung dabei. Allerdings wäre bei der Stilprüfung ein Tooltip nicht wirklich notwendig, denn mit minimalen Schreibkenntnissen weiß man, dass diese Wörter suboptimal sein können – also kurz überdenkenswert, ob man sie weglassen/auswechseln kann – aber nicht zwingend müssen. Einen guten Text kann man nicht per Computer erstellen lassen, weil selbst das perfekteste Programm nie einem Text das Leben einhauchen wird können wie es ein engagierter Autor vermag. Ich persönlich sehe die Stilprüfung als Anregung und am besten wird sie mit dem nebenher laufenden Thesaurus genutzt, um Text flüssiger zu machen.

    Ich denke, du hast völlig recht, Martin. Für mich waren dies Hinweise allerdings extrem nützlich (ich war vor kurzem sehr erstaunt, wie gut sich einer meiner Texte von vor einigen Jahren liest, welchen ich mit der Hilfe von Papyrus geschrieben habe. Ich schätze, ich bin ein halber Legastheniker… :)).

    Ich teste übrigens die 30-Tage-Testversion. Könnte es sein, dass die Tooltips dort nicht aktiv sind? Wie weiter unten beschrieben, bei mir wird absolut kein Tooltip angezeigt (noch nicht einmal ein einzelnes Wort). Und dadurch weiß ich oft nicht, was genau ein potenzielles Problem sein könnte.

    Ein Tooltip, wie Pam ihn zeigt (“Ist das Füllwort wirklich nötig”) würde mir völlig ausreichen.

    @ Martin und detlev:

    Habt ihr schonmal von GPT-3 gehört?

    https://en.wikipedia.org/wiki/GPT-3

    Es ist ziemlich erstaunlich, was mit AI bereits heute möglich ist. Eine extrem gute Stilanalyse scheint mir da nicht sehr weit hergeholt (wobei diese selbstverständlich nicht perfekt wäre).

    Ich kann euch nur empfehle, euch einmal GPT-3 anzusehen. Die AI kann bereits Artikel zu beliebigen Themen schreiben, welche von vielen Menschen nicht als maschinell erzeugte Texte erkannt werden können (wobei die oft inhaltliche Fehler haben, und von einem Menschen überprüft und editiert werden müssen).

    Was heute bereits möglich ist, ist allerdings trotzdem sehr erstaunlich.

    @pam:

    Ja, ich meine genau diese Tooltips.

    > Wenn Patchworks Stilanalyse etwas moniert, zeigt der Tooltip ein aussagekräftiges Wort zur Erklärung. Ich brauche keinen Satz, der mir mittielt, dass ein Satz ohne Hilfsverb prägnanter formuliert werden kann.

    Bei mir wird absolut nichts angezeigt, wenn ich mit der Maus über eine Markierung fahre. Also noch nicht einmal ein einzelnes Wort, was die Art des Fehlers beschreibt.

    Mein Problem ist, dass nicht immer klar ist, was das Problem ist… ;)

    Zum Beispiel habe ich den Satz: “Wie viel Du über ein Thema wissen musst”.

    Das Wort “wissen” ist mit einem roten Kasten umrahmt.

    In der Stilanalyse hat “Pers. Unwort” einen roten Rahmen – wenn ich diesen Check allerdings aktiviere/deaktiviere passiert nichts.

    Ich habe anschließen alle Checks deaktiviert, und nacheinander wieder aktiviert.

    Dabei habe ich herausgefunden, dass die Markierung vom “show don’t tell”-Check kommt – welcher in der Toolbar allerdings einen lila Rahmen hat!

    Schon alleine daher wäre ein Tooltip, wie er bei dir erscheint, sehr nützlich.

    Ein vollständiger Satz wäre manchmal nützlich, allerdings nicht essenziell. Die Art des Fehlers würde mir bereits reichen (idealerweise mit einem Link zu weiterführender Information, für Tipps, wie man das potenzielle Problem löst. Hauptsächlich für Amateure, wie mich… ;)).

     

     

    #39362
    martin
    martin
    Keymaster
    • Beiträge: 4601
    • Käpt'n

    hintsHallo DanielFooBar,

    wenn du keine Hints angezeigt bekommst, können die nur ausgeschaltet sein (siehe rechts). Oder die Anzeigelatenz ist zu hoch eingestellt – 500 Millisekunden ist okay. Rein theoretisch, aber unwahrscheinlich, dass ein windowsweites Programm die Hints abgedreht. Wusste nicht, dass du gar keine Hints angezeigt bekommst. Wie sieht es denn aus, wenn du über die Schaltflächen bei den Tabs oben fährst? Nur ausführlich in der Titelzeile, aber kein Hint-Fensterchen …?

    Es ist ziemlich erstaunlich, was mit AI bereits heute möglich ist. Eine extrem gute Stilanalyse scheint mir da nicht sehr weit hergeholt (wobei diese selbstverständlich nicht perfekt wäre).

    Mir graut davor! Noch bequemer, noch weniger qualifiziert, noch dümmer, noch unselbstständiger noch lenkbarer – das ist die logische Kette von verbreitetem KI-Einsatz, dem ja Fernsehen, Google und Smartphones bereits exzellenten Vorschub leisten. Wem es gefällt, mir ganz sicher nicht. Wie kann man sowas nur automatisieren wollen? Macht es denn nicht genau Spaß, passende Formulierungen zu suchen, in sich hineinzuspüren, um die Bilder treffend rüberzubringen?

    Exakt diese Denkrichtung, alles noch bequemer und automatisierter zu machen, hat unsere Gesellschaft dorthin gebracht wo sie jetzt ist. Wünschenswert? Sicher nicht. Eine der wenigen Errungenschaften, die ich bis zu einem gewissen Grad hilfreich finde, sind die Übersetzungsfähigkeiten von etwa DeepL. Doch selbst da wäre man durch Sprachen lernen nicht nur unabhängiger, sondern es schiebt nachweislich auch den Zeitpunkt eintretender Demenz hinaus.

    Viele Grüße
    Martin

    #39363

    DanielFooBar
    Teilnehmer
    • Beiträge: 8
    • schaut mal rein

    @martin:

    > wenn du keine Hints angezeigt bekommst, können die nur ausgeschaltet sein (siehe rechts). Oder die Anzeigelatenz ist zu hoch eingestellt – 500 Millisekunden ist okay.

    Hints sind aktiviert, und die Defaulteinstellungen (500/2500) habe ich nicht verändert.

    > Rein theoretisch, aber unwahrscheinlich, dass ein windowsweites Programm die Hints abgedreht. Wusste nicht, dass du gar keine Hints angezeigt bekommst. Wie sieht es denn aus, wenn du über die Schaltflächen bei den Tabs oben fährst? Nur ausführlich in der Titelzeile, aber kein Hint-Fensterchen …?

    In der Werkzeugleiste – zum Beispiel, wenn ich über den “Show, don’t tell”-Button fahre – werden Tooltips angezeigt.

    Sehr merkwürdig. Wenn du die Testversion installierst, werden bei dir die Tooltips der Stilanalyse angezeigt?

    > Mir graut davor!

    Mir graut es mehr vor dem komplett automatisierten Spam, den wir in den nächsten Jahrzehnten erwarten können… ;)

    Ergebnisse in Google sind bereits jetzt oft nahezu unbrauchbar. Ich möchte nicht wissen, wie das in 10 Jahren aussieht…

    > Exakt diese Denkrichtung, alles noch bequemer und automatisierter zu machen, hat unsere Gesellschaft dorthin gebracht wo sie jetzt ist.

    Da hast du völlig recht. Ein weiteres Beispiel ist die “so günstig wie möglich”-Mentalität, welche uns gebracht hat, dass man nur noch China-Schrott erhält… ;)

    #39364
    detlev
    detlev
    Teilnehmer
    • Beiträge: 934
    • Gehört zur Einrichtung

    Als ich so 7, 8 Jahre war, habe ich Raumschiffe aus Pappe gebaut. Mein Vater hat gesagt: Lass den Blödsinn, schade um die Pappe, wird es nie geben.

    Als ich 25 Jahre alt war, klingelte es abends bei uns und ein Mann stand vor der Tür. Ich will ihnen einen Lehrgang verkaufen, nennt sich EDV, Elektrische Datenverarbeitung. Ich habe geantwortet: Was ist das denn für ein Blödsinn. Ich habe dann 35 Jahre mit Computern mein Geld verdient.

    So etwa 1978 muss gewesen, als immer ein Mann mit einem kleinen grauen Kasten in der Aktentasche zu uns ins Büro kam. Mit dem Ding telefonierte er, aber nur im Umkreis von 5 km. Ich sagte: Der ist irre, wird sich nie durchsetzen.

    So etwa 1985 kam öfter ein Mann zu uns ins Büro, wir nannten in Mr. Handyman, denn er legte immer sein Handy neben den Schreibblock. Ich sagte: Blödsinn, wird sich nie durchsetzen. Zwei Jahre später besaß ich 2 Handys.

    Vor etwa 10 Jahren ging ich hier ins Kaufhaus, wollte Briefumschläge kaufen. Sagt die Verkäuferin: Briefe … haben Sie keinen Computer und eine Mail-Adresse? Inzwischen weiß ich, wo es Briefumschläge gibt: Nur auf der Hauptpost. Ich habe es nicht probiert, aber vermutlich nur mit Sondergenehmigung.

    Danke für den Hinweis, Daniel!

Ansicht von 15 Beiträgen - 1 bis 15 (von insgesamt 31)

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.