Eine Art visueller Storyline – was haltet ihr davon?

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Dieses Thema enthält 17 Antworten und 5 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von martin martin vor 1 Monat, 3 Wochen.

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  • #44566
    martin
    martin
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    • Käpt'n

    Hallo zusammen,

    Ich denke öfters über all die Möglichkeiten von Patchwork nach, Dinge und Zusammenhänge zu visualisieren – und da gibt es wirklich eine Fülle: Szenen, dazu To-dos, Kontexte (mit dem Figurenwissen, das wohl kaum wer nutzt), Text-Requisitenverknüpfungen, Szenenrequisiten, Szenennotizen, Pitch, Outline, Storyline …

    Das alles ist prima, doch es geht mir um den Überblick, den sprichwörtlichen Fluss der Geschichte; also dass man die Phasen und Szenen der Geschichte als solche intuitiv erfasst, ohne ständig Textschnipsel lesen zu müssen, was wo gerade passiert.

    Deshalb denke ich über eine visuelle Darstellung nach, die vermehrt mit Bildern arbeitet. Bilder der Szenen, der Figuren, mit Farben und Linienstärken, die Qualität und Intensität verschiedener Strömungen verbildlichen. Man sollte demnach auf einen Blick die Geschichte erfassen können, um dann partiell in die Tiefe gehen zu können.

    Was denkt ihr von so etwas?

    Viele Grüße und einen schönen weiteren Sonntag
    Martin

    #44567
    martin
    martin
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    • Käpt'n

    Vielleicht genügt aber auch nur eine geringfügige Erweiterung der Outline um Bildhaftes?

    Jedenfalls würde ich mich über eine Diskussion freuen!

    #44568
    Alfred
    Alfred
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    Hallo Martin,

    eine Visualisierung der Geschichte mit allen Bestandteilen klingt zunächst sehr verlockend. Ob sich dies in einer komplexen Geschichte mit hunderten von Szenen, Figuren, Orten und Verbindungen bildlich so darstellen lässt, damit man damit einen Überblick erhält, wage ich zu bezweifeln. Es sei denn, man verfügt über eine Videoleinwand, sagen wir mal so 10 x 8 Meter.

    Da käme mir die Outline mit etwas Bildhaftem schon mehr entgegen. Ich benutze mämlich die Outline (lieber noch die horizontale Storyline) gerne, um den Überblick über den Fluss der Geschichte und die Zusammenhänge zu behalten.

    Einen schönen Sonntag wünscht

    Alfred

    #44569
    detlev
    detlev
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    Hi Martin,

    finde die Idee großartig! Ich bin ein Freund des Visuellen, der Bilder, Skizzen und Anmerkungen. Wir hatten vor Jahren mal einen themenbezogenen Bildspeicher (hinter F6, sowit ich mich erinnere). Der ist nach Umfrage eine “Verschlankung” zum Opfer gefallen. So was gebunden an die Szenen, sichtbar und abrufbar in der Storyline, ergänzt um Skitzen und Anmerkungen.

    Auch und trotz PW habe ich immer Skizzenblätter neben dem Bildschirm, oft nur Minuten, auch bis zum Schlusswort, das variiert.

    Zu Platzproblemen auf dem Bildschirm kann das führen. Das kann man vielleicht mit so was wie wichtig Stufe 1 bis 10 eingrenzen. Also bei Stufe 1 wird je Szenen nur eine Art Überblick gezeugt, bei 10 wird alles gezeigt, was es zu dieser Szene gibt.

    Gruß

    Detlev

    #44570
    MartinZ
    MartinZ
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    Hallo alle zusammen,

    die Ideen finde ich auch gut, doch glaube ich, wenn alles visualisiert wird, dass dann der Überblick verloren gehen könnte. Für die Szenen gibt es ja in den Szenenrequisiten die Möglichkeit, Bilder einzufügen. Das habe ich jetzt zum ersten Mal ausprobiert, sehr gute Funktion.

    Alfred schlägt vor:

     Da käme mir die Outline mit etwas Bildhaftem schon mehr entgegen. Ich benutze mämlich die Outline (lieber noch die horizontale Storyline) gerne, um den Überblick über den Fluss der Geschichte und die Zusammenhänge zu behalten.

    Das würde ich auch begrüßen, wäre sicher eine tolle Ergänzung für Outline.

    Man könnte aber auch die Möglichkeit schaffen, auf der Pinnwand mehrere Reiter einzurichten, da könnte man für die einzelnen Szenen zusätzlich Bilder deponieren.

    Zur Outline-Anssicht hätte ich noch eine Anmerkung.
    Wenn ich die Breite von Pitch und z.B. Steps verändern will, dann verändert sich auch die Breite der Spalte Kapitel/Szene. Für mich wäre es hilfreicher, wenn diese Spalte ihre Größe behalten würde. Irgendwie interagieren die Spalten ständig miteinander.

     

     

    #44572
    alfredo
    alfredo
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    Hallo Martin,

    deinen Vorschlag finde ich sehr interessant. Eine Idee wie man es vielleicht verwirklichen könnte, ohne die Visualisierungen zu überfrachten habe ich bei “Aeon Timeline” gefunden. Meine komplette Geschichte hatte ich mit dieser Software mal vor einiger Zeit visualisiert dargestellt. Dabei ist ein Abschnitt, als Subway bezeichnet, sehr schön: Für die wichtigsten Figuren werden Wege über die Szenen angelegt. Dadurch erkennt man das Aufeinandertreffen der Figuren in den Szenen. Beim Klicken auf eine Figur lassen sich die Einzelheiten dazu anzeigen. Beim Klick auf eine Szene werden die Daten der Szene dazu angezeigt.

    Subway 1

    Bei PW könnten zu der Figur das Requisitenfenster und/oder das Figurenblatt im Navigator erscheinen. Zu den Szenen eben das Fenster der Szenenrequisiten und/oder die Szene im Schreibfenster selbst. Über den Subways ist die exakte Zeitleiste, gebildet aus dem jeweiligen Szenendatum. Eine gute und schnelle Übersicht ließe sich über ein Zoom erreichen.

    Dieses vielleicht als Anreiz, wie sowas aussehen könnte.

    Viele Grüße

    alfredo

     

     

     

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    #44574
    alfredo
    alfredo
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    Nochmal hallo,

    zur Ergänzung: über “Choose Tracks” oben links im Foto, lassen sich die Figuren und auch Orte hinzufügen.

    alfredo

    #44576
    martin
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    Hallo alfredo,

    danke für den Screenshot. Man sieht darauf ganz gut die Figuren auf- und abtauchen.

    Wenn du das Zusammentreffen bestimmter Figuren in der Outline von Patchwork visualisieren möchtest, dann brauchst du nur dich nur auf eine Szene zu stellen, die diese Figuren aufweist, [Figuren-Objekttracking] zu aktivieren und die gewünschten Figuren mit [Srg]+klick markieren.

    Zwar ist die Aeon-Timeline nett gemacht, doch finde ich sie eher verwirrend. Aber das ist sicher Gewohnheitssache.

    Viele Grüße
    Martin

    #44584
    Alfred
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    Hallo Alfredeo,

    habe mir mal deinen Screen Shot von Aeon-Timeline angesehen. Sieht zwar irgendwie interessant aus, doch ohne weitere eigene Tests habe ich da so meine Probleme. ZB: Sind diese Figuren (TA, LU, CU usw.) nur Figuren, oder auch Handlungsstränge? Holt Aeon dies aus dem Text, aus den Überschriften, oder musst du da selbst was eingeben? Wie kommt das Auftauchen oder Zusammentreffen von Figuren zustande? Lohnt es sich, Aeon mal zu testen?

    Gruß Alfred

    #44599
    alfredo
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    Hallo Alfred,

    das Programm ist zwar interessant und stellt vieles visuell dar. Leider kann man nicht direkt in Aeon Timeline schreiben. Das geht nur über den Weg, den Text über z.B. Word aufzurufen (in jeder Szene über einen Link).

    Über die erstmalige Einrichtung der Geschichte, Figuren, Datum, also einer Timeline, lässt sich automatisch auch ein Subway einrichten. Dort stehen, je nach eigener Auswahl, Figuren, Events, Szenen. Diese kreuzen sich dann im Subway. Beim Anklicken der Figur oder der Szene erscheinen im Inspektor die dazu gehörenden Einzelheiten.

    Da wir das auf ähnliche Weise auch in Patchwork haben, lohnt es meines Erachtens nicht, mit Aeon Timeline zu arbeiten. Der Hauptgrund der dagegen spricht ist, dass kein direktes Schreiben im Szenentext möglich ist. Ich möchte es aber nicht als “Spielerei” abtun.

    Viele Grüße, alfredo

    #44601
    martin
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    • Käpt'n

    alfredo schrieb: Da wir das auf ähnliche Weise auch in Patchwork haben, …

    Die horizontale Zeitabfolge (Filmschnittlogik) finde ich für Geschichten unpraktisch, das war ja seinerzeit mein ‘Scheidungsgrund’ mit Papyrus. Grund: unlösbar entweder mangelhafte Übersicht oder Detailinformation. So geht es mir mit der Aeon-Timeline auch. Außer man verkleinert horizontal die Breiten extrem, dann sieht man aber nicht mehr, worum es sich handelt. Auch habe ich bei diesen Timelines/Zeitstrahlen mehr den Eindruck von netten Gimmicks, die mir rein praktisch nicht sonderlich sinnvoll vorkommen. Wofür konkret kann man denn sowas brauchen?

    Meines Erachtens sind Outline und/oder Storyline die Werkzeuge, mit denen man man bei uns am besten in dem Thread-Sinn arbeiten kann. Ich tendiere eher zur Outline.

    Es stellt sich mir nun die Frage, welche Ergänzungen ihr als ideal ansehen würdet und wozu ihr tendiert und vor allem aus praktisch anwendbarer Sichtweise: warum?

    Viele Grüße
    Martin

     

    #44603
    Alfred
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    Hallo Martin,

    eine Idee der Visualisierung hätte ich mal. Könnte man in der Outline die Kapitel/Szenen in den Farben ihrer Erzählstränge markieren, anstatt diese über zusätzliche Icons einblenden. Würde vielleicht schon mal etwas verdeutlichen.

    Gruß Alfred

    #44604
    martin
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    Hallo Alfred,

    selbstverständlich, das ist eine prima Idee.

    Bezüglich der Figuren: Bei den Szenen gibt es ja eine Liste an Symbolen, die man den Szenen verpassen kann. Wäre so etwas für Figuren auch hilfreich zur Visualisierung?

    Und es ist mir noch eine Idee gekommen zur Entwirrung der Figuren. Du kannst ja auf dem Kreativboard den Figuren von ihren Bildern zwei, drei zuweisen. Wenn du dir nun für bestimmte Figurenkombinationen eigene kleine Grafiken erstellst, sie den Figuren unter ‘Bilder’ zuweist und dann auf die KB-Figuren ziehst, solltest du eine gute Übersicht erreichen können.

    Und noch etwas. Du machst einmal so eine möglichst komplette Figureninstanz im KB für eines der ersten Kapitel. Dann duplizierst du die und änderst sie für ein weiteres Kapitel ab, dem du sie zuordnest. Auf diese Weise hast du kapitelweise immer eine optische Aufstellung der Gegebenheiten und kannst mit dem Durchblättern die Entwicklung nachvollziehen.

    Viel Grüße
    Martin

    #44610
    MartinZ
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    Hallo zusammen,

    das ist ja eine interessante Diskussion hier. Einiges kann ich gut nachvollziehen, so die Einfärbung der Szenen gemäß des Erzählstrangs. Das stelle ich mir auch als sehr hilfreich vor, dann weiß man sofort, welchem Strang die entsprechende Szene angehört.

    Ich habe nun kurz nochmal an der Darstellung meiner Figuren in den Requisiten einiges ausprobiert. Unter anderem die Zuweisung der Farben zu den Figuren versucht zu verändern. Leider kann ich, das war mir früher auch schon einmal aufgefallen, den Figuren nur helle Farbtöne zuweisen. Dunklere Farben werden nicht angenommen. So funktioniert das Zuweisen der Farben auch nicht immer.
    Kannst Du, Martin, das ggf. ändern, dass auch dunkle Farben angenommen werden? Das würde zu der ein oder anderen Figur besser passen, z.B. wenn ich einen gefährlichen Gegenspieler habe, dem würde ich dann liebend gern schwarz verpassen. 😉😂

    Die horizontale Zeitabfolge (Filmschnittlogik) finde ich für Geschichten unpraktisch, das war ja seinerzeit mein ‘Scheidungsgrund’ mit Papyrus. Grund: unlösbar entweder mangelhafte Übersicht oder Detailinformation.

    Dem kann ich mich nur anschließen, bei Papyrus hatte ich genau den selben  Eindruck, dass das vorne und hinten nicht gekappt hat. Daher bin ich froh, dass wir das hier in vertikaler Form haben.

    Herzliche Grüße Martin

     

    #44612
    martin
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    Hallo Martin,

    Leider kann ich, das war mir früher auch schon einmal aufgefallen, den Figuren nur helle Farbtöne zuweisen.

    Da hast du bei der Abfrage, ob dunkle Farben genommen werden dürfen, offenbar einmal ‘Nein’ eingetippt und zugleich ‘nicht mehr fragen’. Kannst du in den Einstellungen > Wartung > Weggeklickte Infotexte finden und reaktivieren. Dann kannst du wieder dunkelschwarz nehmen :-)

    Viele Grüße
    Martin

     

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