Worum geht es hier?

Hier findest du etwas, dass es bei keinem anderen Autorenprogramm gibt: Ein Forum, das Theorie (Schreibhandwerk) mit Praxis (so mache ich das im Programm) verbindet.

Wie du siehst, gibt es ein paar Kategoriern.

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  • Testlesen ist die Drehscheibe für Autoren, die andere Autoren suchen, die ihre Werke testlesen, bzw. die Werke anderer Autoren testlesen möchten. Testlesen bedeutet das Lesen eines gesamten Werks mit anschließendem Feddback.
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    4. Diskussionen zu Patchwork-Videos – Vertiefung, Missverständliches klären, hinterfragen
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Über die privaten Nachrichten (hier gleich darunter) könnt ihr euch untereinander austauschen, wenn es z.B. ums Testlesen, Telefonnummern- und Mailadressenaustausch geht. Bitte nicht für Patchwork-Support verwenden, sondern lediglich zum Austausch untereinander.

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Martin

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Biographie schreiben im hohen Alter - wie bekommt eine lange Geschichte in kurzer Zeit noch hin?

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Es höchste Zeit, dass ich Zusammenhänge zu dem, was ich in meinem Leben so alles angestellt habe, niederschreibe. Mit Scrivener mache ich schon länger Notizen, dafür ist es prima. Vor fast drei Jahren schrieb ich druckbare Geschichten aus meinem Leben - sah mich schon als Schriftstellerin, fand mich am besten, wenn ich einfach drauf los schreibe. Als ich in meiner Jugendzeit hängen geblieben bin, hörte ich auf. Der Duden in Papyrusautor half mir, eine Menge Fehler zu korrigieren. Dann wagte ich es, das Werk zwei Vertrauten zum Probelesen zu geben. Die fanden es gut, vermutlich wollten sie höflich sein. Ich beschloss was Nützliches zu machen und erstellte eine Chronik meiner Schwiegereltern mit InDesign. Die ist jetzt fertig, wiegt gedruckt 1,6 kg und hat 560 Seiten. Diese Woche habe ich sie der Verwandtschaft geschickt, ob die es auch so toll finden wie ich?
Inzwischen ist mir bewusst, dass alles länger dauert, als man denkt und die Zeit für meine Geschichte knapp wird. Mit der Schneeflocken-Methode versuche ich es zu schaffen, in jedem Schritt zusammenhängende Infos zu hinterlassen. Die Videos zu Patchwork überzeugten mich, dass das ein passendes Werkzeug für mein Vorhaben sein müsste. Als IT‘lerin der frühen Stunde scheint es mir toll gemacht. Mit der Timeline werde ich beginnen. Wenn die gefüllt ist, wäre das schon mal was. Dankbar bin ich für Tipps und Hilfe.

Hallo Susanne,

es tut mir sehr leid, dass ich mich erst jetzt melde. Die Mischung ›viel los‹ + ›hier wenig los‹ hat das veranlasst. Ich werde mich bessern - versprochen!

Sensationell, eine IT-Dame der frühen Stunde - das gibt es nicht oft! Auch hast du dich ja durch die wichtigsten Autorenprogramme geackert - toll!

Selbst habe ich mit (Auto-)Biografien keine Erfahrungen. Wie würde ich es machen, was dabei denken?

Mein erster Gedanke wäre wohl, wer und ob das jemand lesen soll. Vermutlich schon, wozu sonst die Arbeit. Obwohl ... ein Streifzug durch die Vergangenheit kann ja auch Spaß machen. Wenn du in der IT warst, ist das natürlich auch ein zeitgeschichtlich interessanter Aspekt. Vielleicht daran aufhängen? Ich denke, bei mir würde ich (werde mal?) es so tun.

Schnipsel zu sammeln ist eine ausgezeichnete Idee, die mit der Timeline zu verknüpfen auf jeden Fall auch. Du hast ja die Möglichkeit, diese Geschichtenteile jederzeit umherzuschieben, wie du sie letztendlich brauchst.

Dann die Geschichte an sich. Vielleicht ist es keine schlechte Idee, mal den Storybuilding-Assistenten zu bemühen? Dort sind so Fragen wie nach der Mission der Geschichte - also deiner - die dabei helfen können, auch bei einer Biografie einen roten Faden zu finden.

Bei allem würde ich immer wieder mal den Szenencheck bemühen mit etwa den Punkten Late in out early (aber auch den adneren), weil das eine Geschichte lesbarer macht.

Schließlich würde ich noch überlegen, ob es Zäsuren im Leben gab. Vielleicht sind die ein Anlass dafür, die Geschichte in Bände zu unterteilen? Das scheint mir bei dem Umfang sinnvoll. Auf jeden Fall würde ich es so schreiben, dass es als Roman spannend zu lesen ist.

Liebe Grüße und bis bald
Martin

Danke Martin für die herzliche Begrüßung und die vielen guten Tipps.
Keine Angst, ich werde die Literaturwelt nicht mit einem Roman zu meinem Leben beglücken. Mein Ziel ist eine Chronik über mein Leben, meine Aktivitäten und meine Familie zu erstellen.
So möchte ich Top-down vom Wichtigsten runter zu detaillierteren Beschreibungen der Zusammenhänge vorgehen. Ich weiß ja nicht, wie viel Zeit mir noch geschenkt wird und wie weit ich kommen werde. So wäre es wichtig, dass über das ganze Leben für meine Kinder und Enkel wenigstens etwas dokumentiert ist, wenn ich passen muss.
Dem Hinweis auf den Story-Building-Assistenten werde ich gleich nachgehen. Die Aufteilung der Lebensabschnitte in Bände ist sicher ein guter Weg, den ich so umsetzen werde. Die Timeline werde ich aber ständig im Blick behalten, um die Übersicht nicht zu verlieren, wie es mir in Scrivener mit einer Chronik der Verwandtschaft passiert ist.
Ich hoffe, dass sich doch noch Biograf_innen melden. So ungewöhnlich ist, das heutzutage doch nicht eine Biografie zu schreiben.
Für jede weitere Unterstützung, Tipps und Hinweise bedanke ich mich sehr.
Liebe Grüße
Susanne

Liebe Susanne,

verstehe, dass du zuerst einmal die Fakten ›unter Dach‹ bringen möchtest. Allerdings liebe ich Romane, die nicht nur einfach Liebesromane oder Krimis oder Fantasy sind, sondern die einem auch etwas mitgeben. Insofern kann ich mir gut denken, dass due Stoff für tolle Romane hättest.

Wenn es dir darum geht, möglichst viele Daten zu archivieren - hast du schon mal überlegt, die Sachen zu diktieren? Dann wäre es mal da, in für dich passende Form kann man es dann immer noch bringen.

Was mir als Tipp eventuell auch noch einfiele ist die Requisiten-Timeline. Mit ihr hast du die Möglichkeit, praktisch beliebig viel Text in den vier Reitern unten bei den Figuren zu erfassen. Datumsbezogenen Ereignissen kannst du ein Datum hinzufügen, ein Klick mit gedrückten [Strg+Shift]-Tasten markiert es blau, was aussagt, dass es in die Requisiten-Timeline aufgenommen wird. Dann einfach irgendwo außerhalb dieses Eingabefeldes klicken, damit auch gespeichert wird.

Die Requisiten-Timeline ist eine Figuren-/Schauplätze-/Gegenstände-Zeit-Matrix und bitet einen guten Überblick. Eben nicht nur über Figuren, sondern auch Schauplätze und Gegenstände, was alles Mögliche sein kann.

Wünsche dir viel Erfolg und berichte bitte gerne hier, wie es dir mit dem Projekt geht!

Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende
Martin

Vielen Dank Martin,
ich versuche Deine Tipps der Reihe nach zu testen.
Gerade bin ich an einem Plot nach der Schneeflockenmethode. Das Video Nr. IV zeigt sehr ausführlich die Vorgehensweise aber auch die Komplexität des Programms. Ist echt der Wahnsinn.
Wo könnte ich meine Fragen dazu stellen? Ich bemühe mich, diese erst mal im Handbuch zu finden um das Forum nicht zu sehr zu strapazieren.
Es ist wirklich schön, wie sehr man von Dir und den anderen unterstützt wird.
Diktieren mag ich nicht so sehr, ich sehe lieber was mir eingefallen ist - und wer wird es denn jemals abhören?
Es wäre schon schön, wenn meine Aufzeichnungen mal gelesen werden. Erst mal aber ist es gut für mich mein Leben etwas geordnet vor mir zu sehen.
Einen gut Wochenstart wünscht
Susanne

Guten Tag Susanne,

Ich bin mir nicht sicher, ob dir meine Herangehensweise etwas bringt. Da es sich bei meiner Bio auch um eine Therapieform handelte. Vielleicht hilft es Dir ja doch ein wenig.

Zuerst habe ich die Eckpunkte aufgeschrieben. Damals noch mit Word und eher rudimentär. Damit Du dir das vorstellen kannst, ein Beispiel.

0-10 Jahre, nichts Besonderes, außer die Einschulung und gute Noten in der Schule.
10-20 Schulabschluss und Lehre als Zeichner.
Etc pp.

Das ist nur ein Beispiel und nicht aus meiner Bio, wir wollen hier ja bei dir bleiben und nicht zu sehr abschweifen. Die Eckpunkte sind hier natürlich einfach gehalten und darum auch etwas langweilig. Zeigen aber auf, wie ich es meine.
Nach den Eckpunkten habe ich begonnen gewisse Episoden niederzuschreiben. Genau so, wie sie mir in den Sinn gekommen sind, also nicht der Reihe nach. Beim Verfassen der Eckdaten ist mir schon das eine, oder andere eingefallen und auch diese Dinge schrieb ich auf. Alles war damals in verschiedenen Texten und sehr ungeordnet. (Das geht mit Patchwork viel besser).

Natürlich verging dabei viel Zeit und ich fragte mich oft, ob das überhaupt etwas werden kann. Doch mit dem erneuten Durchlesen der einzelnen Kapitel erkannte ich, was ich der Reihe nach erzählen mag, was ich weglasse und welche Teile wirklich wichtig sind. Sowohl für mich als auch für den Leser. Das hat mehrere Gründe, warum das wichtig ist. Zum einen, für dich selbst. Um dich besser zu verstehen. Zum anderen, der Leser will dich verstehen. Sonst wäre die Autobiografie sinnlos. Da es natürlich auch darum geht. Die Autobiografie ist genau darum interessant, weil man den Menschen kennenlernen kann. Mit ihm mitfühlen darf. Erleben kann, wie und was den Menschen zu dem formte, was er heute ist.
Als ich dann alle Kapitel hatte, betrachtete ich das Ganze nochmals. Versuchte mir vorzustellen, wie das für den Leser sein wird, wenn er die Episoden liest und ob man diese verstehen kann. Dabei fragte ich mich auch, ob man mich dabei verstehen kann. Das heißt meine Handlungen und Reaktionen.
Damals gliederte ich die Kapitel ohne Patchwork, was viel mühsamer war, als heute. Aber ich lernte Patchwork ja erst vor einer Weile kennen.

Was mir beim Lesen Deiner Zeilen ansprang, war der Gedanke, lass dich nicht durch das Medium, oder die Art des Gliederns verunsichern, oder aufhalten.
Nimm ein Blatt Papier, in dem Falle Patchwork und schreib los. Gliedere erst später, da es deinen Schreibfluss sonst eventuell stören könnte. Ich rede aber natürlich nicht dagegen, wenn Vorschläge wie Requisiten-Timeline oder Schneeflockenmethode angebracht werden. Sie alle sind gute Möglichkeiten. Meine ist die, welche ich benötigte damals. Ich habe durch das verweigern der anfänglichen Gliederung gelernt, das mir manche Erlebnisse aus meinem Leben entfallen waren. Manche erfuhren erst beim Schreiben ihre verdiente Wertschätzung. Gerade bei einer Autobiografie macht man eine Reise in das eigene Ich. Und da findet man Begebenheiten, welche man nicht wusste, sich nicht bewusst war. Deren Ursprung man zuerst leugnet und mit der Zeit akzeptiert und sich so weiterentwickelt. Anders gesagt, das Ganze ist ein Prozess, das wird auch bei dir so sein.
Die Zeiten, in denen ich nichts schreiben konnte, habe ich übrigens jeweils dazu genutzt, die geschriebenen Texte zu korrigieren, umzuschreiben.

Ich hoffe, Dir hilft das Gesagte ein wenig.

Freundliche Grüße

Lestade

Hallo Lestade,
danke für die ausführlichen Tipps. Sie sind für mich sehr wertvoll.
Da zu mir schon mal eine Biographie geschrieben wurde, habe ich schon einen sehr guten Einstieg. Diese Biographie habe ich zerlegt und in PW als Kapitel bzw. Szenen eingefügt. So ist die Kapitelübersicht eigentlich mein Plot.
Ich habe auch größere Zeitabschnitte in Scrivener geschrieben, kann daraus Teile nehmen und Szenen und  Texte übernehmen.
Leider hat eine Corona Erkrankung mein Hirn offenbar angegriffen - kann aber auch das Alter sein. Es fällt mir so schwer mich zu konzentrieren und hoffe, dass das wieder besser wird. Wenn nicht kann ich das Projekt vergessen, was mir sehr schwer fallen würde.
Danke für Deine Unterstützung.
Herzliche Grüße
Susanne

Also hast du schon viel gemacht und noch viel vor Dir. Ich drücke die Daumen, das du nicht den Mut verlierst.

Einschränkungen sind Mist, das kenne ich gut(Legasthenie).

Denk immer daran, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.

Liebe Grüsse

Lestade

Dann hast ja auch dein Päckchen zu tragen gelernt. Mein Problem ist halt meine ausgeprägte Ungeduld. Als Macherin meinte ich für alles eine Lösung zu finden. Jetzt klappt das nimmer so toll. Dennoch wird die bayrisch-schwäbische Römerin versuchen Steinchen auf Steinchen zu setzen. Danke für Deinen Zuspruch und alles Gute.

Über die nächsten Schritte versuche ich hier weiter zu berichten da ich jetzt erfahren durfte, dass nette Forenmitglieder einem helfen weiter zu kommen. Vielleicht  kann ich mich damit ein wenig revanchieren.
Da gehört z.B. dazu, dass ich lieber die Recherche gleich in den Szenen, die ich als Quasiplot angelegt habe, speichere. Dann habe ich sie gleich da wo ich sie brauche. (Falls Martin hier mitliest und das für falsch hält, bitte ich ihn um Einspruch.)

Liebe Grüße
Susanne

Wir alle haben unser Päcklein zu tragen. Es könnte auch darum sein, das wir etwas zu erzählen haben. Ist nicht das die Hauptaufgabe eines Autors?

Ungeduld kenne ich, lege ich aber ab, indem ich mich in etwas vertiefe, vergrabe und damit alles andere um mich vergesse. Wie eben den Text, an welchem ich dann gerade schreibe. Kaum bin ich dann fertig mit dem Text meldet sie sich aber wieder. Ich beruhige mich aber damit, das ich wenigstens einen kleinen Schritt gemacht habe. Auch so kommt man zum Ziel.

Recherche

Suchst du vielleicht das hier?

Liebe Grüsse

Lestade

 

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