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Hier findest du etwas, dass es bei keinem anderen Autorenprogramm gibt: Ein Forum, das Theorie (Schreibhandwerk) mit Praxis (so mache ich das im Programm) verbindet.

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Martin

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Ich möchte schon plotten, aber es nimmt mir die Kreativität

Guten Morgen ihr Lieben,

seit vielen Wochen zum ersten Mal sitze ich wieder an der Rohfassung zu meinem Jule-Roman um die nächste Szene zu schreiben. Und zum Glück habe ich geplottet, denn nachdem ich die Szenenbeschreibung letztes Jahr im Herbst für Szene 22a verfasst hatte, wusste ich heute morgen noch nicht, was ich denn nun eigentlich zu schreiben habe, an dieser Stelle.

Und so komme ich zu der Erkenntnis: Bauchschreiben funktioniert für mich auch deshalb nicht, weil ich zwischen meinen Schreibsitzungen zu große Lücken habe. Manchmal vergehen Tage, bevor ich auch nur den Laptop wieder öffne. Klar will ich täglich schreiben, aber bisher hat es einfach nicht dauerhaft geklappt, (zuletzt im Nano 2019). Nun habe ich die Wörterzählstatistik heute ich Patchwork entdeckt und das motiviert mich spontan, ab heute wenigstens ein paar Wöerter zu sammeln, jeden Tag. Ich nehme es mir wieder neu vor!

Aber das, was mich tiefer motiviert, ist das Bild vom Blütenmeer meiner Insektenwiese (letztes Jahr habe ich eine angelegt und dieses Jahr sind u.a. ganz viele Margariten wiedergekommen, :-) ich hab sie in der Abenddämmerung fotografiert).

Ich schrieb:

Vielleicht liegt für mich die Lösung darin, dass ich das Schreiben der Rohfassung, durch die Arbeit mit Patchwork zunächst mal in Häppchen vorliegen habe (viele einzelne Blüten, hmmh wie die duften und in allen Farben leuchten)

Martin sagte:

Ich glaube, du hast den Ansatz zur Lösung eh gerade beschrieben: einfach jede Szene zu einer eigenen Blüte machen.

Ja genau! Mein neues Motivationszettelchen für mein Visionbord zeigt folgende Erkenntnis:

Jede Szene ist eine Blüte, die ich anfliege um Nektarwörter zu sammeln. Jede fertige Rohtextszene ist ein Eimer voll Nektar, den ich in meinen Patchwork-Bienenstock schleppe und stolz vorzeigen kann. In der Überarbeitung wird aus dem Nektar der Honig, der die Patchwork-Waben meines Lebens füllt. Und dann kommt Winnie Puh mit knurrendem Magen und ich schenke meinen Honig her, fülle den Eimer für Winnie Puh. Meinen leckeren Honig nimmt er dann mit, hinaus in den Hundert-Morgen-Wald um ihn mit seinen Freunden Tigger, Ferkel, Rabbit und I-Aah und all den anderen zu teilen.

Martin schreibt:

Der Plot an sich ist die Wow-Blumenwiese und die Routenplanung.

Das widerspricht sich nicht, denn in Patchwork kann ich ja einfach von einer Szene zur anderen springen, ganz wild durcheinander, wie auf der Wiese voller Blüten ich kann jede Szene schreiben, egal wie viele ich dazwischen noch nicht geschrieben habe. Wie ein Patchwork-Flickenteppich kann ich mal hier und mal dort ein Stück Text ergänzen oder überarbeiten und so nach und nach das Puzzle zusammensetzen (ich liieebe Puzzle!)

Und trotzdem habe ich eine feste Route: in meinem Roman habe ich 27 Kapitel angelegt (nach der 3/9/27-Plotmethode), in denen ich die entstandenen 96 Szenen in der richtigen Reihenfolge angelegt habe. Und diese Route geht mir nicht verloren!!!, ganz egal, ob ich erst die Endszene, eine aus der Mitte oder drei am Anfang schreibe. Und es ist auch kein Problem weiterzuschreiben, wenn ich mal ein paar Wochen auf einer Blüte eingeschlafen bin oder gar paar Monate überhaupt nicht mehr ausgeflogen bin um Nektarworte zu sammeln.

Ich liieebe Patchwork aus genau diesem Grund: Damit kann ich schaffen, meinen Nektar vollständig zu sammeln.

Und was die Anfangshürde betrifft: Ich brauche ja einfach nur eine Blüte anfliegen und meinen Rüssel in ihren Nektar versenken. Und dann schmeckt es süß und ich will mehr!

Mein persönliches Fazit:

Plotten nimmt mir nicht die Kreativität, sondern dort lebe ich sie aus. Bauchplotten heißt es bei mir, wenn ich frei über meine Geschichte schreibe, was hochkommt. Und in Patchwork kann ich meine ellenlangen Texte in Szenenpitches splitten, sie dann in ihrer Spannung steigern, in dem ich den Druck erhöhe und mir originellere Ideen einfallen lasse (linkshirnige Plotüberarbeitung), und ich kann noch Überraschungen und Wendungen hinzufügen, wenn ich merke das mir da, im Gerüst der Geschichte noch was fehlt (dafür gucke ich mir dann die Plotmodelle an: habe ich alle Stationen mit Leben gefüllt?).

Und so habe ich meine Insektenblütenwiese beim Bauchplotten ausgesät, und beim Plotten mit Patchwork Sonne drauf gegeben, üppig gegossen, einiges hinzugepflanzt, anderes gejätet und noch etwas Dünger aufgetragen. Während dieser Pflege wächst alles und gedeiht, bis Nekatarsammelzeit für mich ist.

So ist das bei mir. Bei allen anderen ist das bestimmt ganz anders.

@dagmar: Ich würde auch sehr gerne etwas von dir lesen, ich finds nämlich total faszinierend, wie man ein ganzes Buch ohne Überarbeitung in der ersten Fassung druckreif schreiben kann.

Da schließe ich mich an, vielleicht ist was für meinen Lesegeschmack dabei. Ich lese nämlich gerne Liebesromane.

Liebe Sonntagsgrüße!

Ich flieg nun zur Blüte zurück ...

Loni

 

Hochgeladene Dateien:
  • 20200602_215446.jpg

Hey Loni,

vielen Dank für deine ausführliche Reisebescheribung!

Es freut mich, wenn meine gedanken das Plotten vielleicht etwas interessanter auch für kreative Bienen gemacht haben. Ich weiß, dich hat es eh interessiert, aber mir kam vor, als wären nach wie vor Bedenken vakant, dass dich die Bienenkräfte verlassen, sobald die große Suche vorüber wäre. Das hatte ich mir nämlich auch gedacht und freue mich sehr, selbst die Blütengenusserfahrung machen zu können. Nur geht's leider noch nicht ganz, eine größere Patchworksache ist noch ausständig

Liebe Grüße und ein schönes Restwochenende!
Martin

 

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