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Plotten - für manche schlimmer, als Montags wieder zu arbeiten

:-) gern

Als Liebesromanautorin stelle ich mal die These in den Raum: Bei Liebesromanen zu plotten ist ehrlich gesagt nicht so nötig. Auch wenn das jetzt komisch klingt. Sicherlich können Leute, die sozusagen von Natur aus Plotter sind, auch einen Liebesroman plotten, aber ich sehe immer, dass Liebesromane da einfach anders sind als alle anderen Genres. Deshalb gibt es auch keinen wirklich funktionierenden Schreibratgeber (es gibt eigentlich so gut wie gar keinen) für Liebesromane. Alle Schreibratgeber, die es gibt, beziehen sich nicht auf Liebesromane, sondern lediglich auf alle anderen Genres.

Es ist also nicht unbedingt so, dass man als Liebesromanautorin nicht plotten will oder das so schlimm findet, sondern es ist in der Tat oft unnötig. Und manchmal sogar kontraproduktiv. Der Konflikt ist so gut wie immer derselbe, und das Ende des Buches ist auch immer dasselbe, denn es muss ein glückliches Ende geben (zumindest wenn man veröffentlichen will). Die Anzahl der Figuren und Erzählstränge ist auch sehr begrenzt. Es gibt die beiden Hauptfiguren, und das war es dann fast schon. Und es gibt einen einzigen Erzählstrang, nämlich den, wie sie zueinander finden. Zwar kann man das ausbauen (natürlich gibt es auf jeden Fall zum Schluss mehr als zwei Figuren), aber wenn man einen Liebesroman mit Figuren und Handlung überlädt, mögen die Leserinnen das nicht mehr lesen. Es sind ja eigentlich ausschließlich Frauen, die Liebesromane lesen. Und für sie werden sie auch geschrieben.

Das einzige, was etwas aufwendiger ist, ist ein historischer Liebesroman. Da muss man für den Hintergrund recherchieren. Normalerweise spielen Liebesromane jedoch im Hier und Jetzt, in unserem ganz normalen Alltag. Da muss man noch nicht einmal viel recherchieren. Wenn man einen guten Liebesroman schreiben will, muss man sich vor allen Dingen mit Gefühlen auskennen, wie man sie bei der Leserin erzeugt, wie man sie beschreibt, eventuell auch, wie man Sex beschreibt (je nach Liebesroman-Subgenre, in dem man schreibt), ohne dass es zu Pornographie wird. Die meisten Leute denken, das ist ganz einfach. Aber eine gute, gefühlvolle, erotische Sex-Szene zu schreiben, die eben nicht in Porno abgleitet, ist eine große Kunst.

Ich habe glaube ich so gut wie alle Schreibratgeber gelesen, die je geschrieben wurden, und ich habe auch einiges daraus gelernt, aber was ich immer vergeblich gesucht habe, war der Bezug zu Liebesromanen, zu gefühlvollem Schreiben, das weder pornographisch noch nur schmalzig ist, das echte Gefühle darstellt und auch echte Gefühle in der Leserin erzeugt. Ich finde immer, den meisten sogenannten Liebesszenen fehlt das Gefühl, egal, ob da jetzt Sex drin vorkommt oder nicht. Aber wie soll man das in einem Schreibratgeber in Worte fassen? Geht wahrscheinlich gar nicht. Und plotten kann man Gefühle irgendwie auch nicht.

Deshalb habe ich für mich entschieden, dass ich zwar schon gern einige Regeln beachte, die meisten aber für mich unnütz sind in dem Genre, in dem ich schreibe. So nützlich sie auch in anderen Genres sind. Wenn man also als Liebesromanautorin ein schlechtes Gewissen hat, weil man nicht plottet, vielleicht einfach mal darüber nachdenken, ob das für einen Liebesroman überhaupt nötig ist, wenn man einmal weiß, wie die Geschichte ablaufen soll. Nicht geplottet, sondern nur ganz grob, 1., 2., 3 Akt. Denn oftmals reicht das schon, und alles dazwischen füllt man mit Gefühlen.

@dagmar

Ich bin ja auch nicht "Der Plotter", denke aber, nicht jeder kann einfach drauf los schreiben und hat dann einen Liebesroman. Denn es gibt ja eine Handlung drum rum. Da nützt auch nicht das ganze Gefühl, wenn die Handlung weder Hand noch Fuß hat.

Ich selber lese selten reine Liebesromane. Denn meiner Meinung nach ist es ähnlich wie bei den vielen Krimis: die meisten laufen nach Schema F ab. Das ist nun meine Meinung und hat nicht viel zu sagen, denn sie werden ja bevorzugt gelesen. Mit Krimi und Liebesroman liegt man als Autor nie falsch. Mir jedoch fehlt meist das besondere, was den einen Roman vom vorherigen Unterscheidet. Und das ist für mich dann eine ausgeklügelte Handlung. Sozusagen der Nebenschauplatz der Gefühle.

Und dafür könnte sich plotten schon lohnen. Meinst du nicht?

Hallo Dagmar,

wir hatten es ja schon an einem anderen Ort zum Plotten bei Liebesromanen. Insofern stimme ich dir zu, als sich Liebesromane nach dem Man-sucht-und-findet-sich-Schema abspielen. Aber nicht alle. Und die, bei denen es schon so ist, begeistern mich mäßig - eben immer das gleiche. Aber vielleicht ist das so, weil ich ein Mann bin?

Bei Liebesromanen beobachte ich, dass es sehr viel um ganz Normales geht, wie Kuchenbacken und Hund füttern. Diese heile Welt hat wahrscheinlich etwas Beruhigendes, vor allem für Leute, deren Welt nicht so heil ist. Aber gibt es im Liebesroman nicht auch andere Elemente, mit denen man bewusst arbeiten kann? Zum Beispiel Spannung? Oder Humor? Oder Ausgefallenes? Die wenigsten Menschen sind zum Beispiel optisch mit sich zufrieden. Zu dick, zu dünn, zu groß, zu klein, psychische Probleme oder physisch krank. Nicht zu extrem, aber doch. Obwohl ... wenn ich an Jojo Moyes Ein ganzes halbes Jahr denke, dann ist sogar das erfolgreich drin (allerdings nicht mit happy end).

Du sagst, es gäbe keine Ratgeber für Liebesromane. Mag sein, explizit ist mir auch nichts aufgefallen. Aber das sagt doch nicht, dass man sich nicht selbst Hilfen und Herausforderungen basteln kann. Also machen wir uns doch mal dran - aber nicht in diesem Thread, sondern bei den Schreibübungen oder ich mache bei den Genres einen eigenen auf für Liebesromane - herauszufinden, was das Besondere ist. Gefühle klar, aber was für welche? Hinter Gefühlen stehen nämlich Bedürfnisse, und eine Auseinandersetzung mit ihnen finde ich reizvoll. Weißt du, es einfach mal anders angehen. Nicht das Liebesromanthema im Vordergrund, sondern irgendein Problem, das dann auf ein Liebesroman-Ende hinausläuft. Wir könnten ja mal überlegen, wie man da auf unübliche Weise einsteigen könnte.

Doch fürs Erste würde ich mal Schreibübung vorschlagen, okay?

Abscjhließend eine ganz andere Frage: Was würdest du dir konkret wünschen? Was möchtest du verändern? Warum wünschst du dir Liebesroman-Schreibratgebung?

Liebe Grüße
Martin

Hallo zusammen,

ich bin ziemlich neu hier, suche etwas zum Thema Plotten. Die entsprechenden Threads scheinen alle im Mai oder Juni versandet zu sein. Vielleicht habe ich nur nicht den richtige gefunden . . .

Also: Ich habe einen Roman geschrieben, konnte ihn bei keinem Agenten oder Verlag unterbringen. Möchte ihn aber gerne veröffentlichen, als "richtiges" Buch. Ich weiß, dass ich mit dem Versuch, Stephen Kings Bauchschreiberei zu kopieren, gescheitert bin. Und jetzt will ich - quasi nachträglich - einen Plot erstellen. Zur Not den ganzen Roman umschreiben. Irgendwie professioneller werden.

Mittlerweile habe ich mit der Schneeflockenmethode beschäftigt, und mit der zu rettenden Katze. Gerade führe ich mir Jessica Brodys "Save the cat writes a novel" zu Gemüte - hochinteressant! Sie beschreibt darin die Übertragung der Snyderschen Beats auf Romane. Gibt's leider nur auf Englisch.

Jetzt die Frage: Hat jemand schon damit Erfahrung gesammelt, die Beats NACHTRAEGLICH auf einen Roman anzuwenden?

Bin gespannt!
Fritz

 

Schönen guten Abend

Danke Fritz für den Buchhinweis.

Ich wage mich, oder besser: ich starte den Versuch auf deine Frage zu Antworten:

...  Hat jemand schon damit Erfahrung gesammelt, die Beats NACHTRAEGLICH auf einen Roman anzuwenden?

Wie ich bereits hier, an anderer Stelle, im Arbeitsgemeinschaften Forum schrieb, habe ich noch nicht allzu viel von 'Rette die Katze' gelesen. Aber bereits jetzt, nachdem ich mit Hilfe des Testlestextes herausfand, wer der wirkliche Held meiner Romanreihe ist, kann ich sagen: wo meine Denkfehler bisher lagen. Kann sie leichter korrigieren. Folglich wird sich dann mein neuer mit Problemen beladener Hauptheld (Der Schurke) mit seinen Zielen problemlos in den bestehenden Plot einfügen. (Hauptheld, gibt es das überhaupt?)

Bis denne

Hallo Fritz,

nachträglich dürfte meines Erachtens schierig werden, weil du dadurch vermutlich Szenen auch verschieben müsstest und dann passen die Schnittstellen nicht mehr. Ich sähe mich mit so einem Vorhaben total überfordert. Zudem bin ich überhaupt der Typ, der, anstatt an etwas Vorhandenem lange rumzubasteln, es lieber von vorne neu angeht.

Was wäre der Storytelling-Assisten für dich? Damit lenkst du das Augenmerk gleich zu Beginn auf die wichtigsten Punkte: Botschaft an sich und die Figuren. Schließlich könntest du dich mit zum Beispiel dem Beat Sheet an den Plot machen. Dann wiederum kannst du ja Szenen von deinem ersten Anlauf nehmen und ein- und zugleich überarbeiten. Das kann prima funktionieren. Ich habe so etwas teilweise schon einmal gemacht. Hatte etwa 100 Seiten, die aber bei diesem Buch damals nicht passten. Also habe ich sie geparkt und dann in einem neuen nutezen können. Gemacht habe ich es auch so wie eben beschrieben.

Viele Grüße
Martin

Hallo Martin,

es sollte auch eher ein Neu-Schreiben werden. Ich wollte weder an der generellen Story noch an der Kapitel- und Szenenstruktur kleben bleiben - nur die Grundidee sollte erhalten bleiben und, wenn möglich, auch einzelne Textpassagen. Die alte Struktur hat ja nicht funktioniert.

Von dem Storytelling-Assistenten habe ich schon irgendwo etwas gelesen - oder meintest du Storybuilding?

Ja, den Assistenten habe ich gefunden. Aber wie verfahre ich weiter? Gibt es dazu eine Hilfe? Wenn ich auf das Fragezeichen klicke, passiert nichts.

Gruß
Fritz

 

Hallo Fritz,

sorry, natürlich muss es Storybuilding-Assistent heißen. Du gelangst auf diese Weise dorthin, also aus dem Reiter ›Projekt‹. Klappt das?

Viele Grüße
Martin

Jau, das klappt. Aber anscheinend gibt es keine Hilfe, oder?

Von hier aus wechsle ich dann also in die Konzeptarbeit und komme dann wieder zum Plotten. Hm, jetzt scheint's kompliziert zu werden. Bei den Wendepunkten lande ich bei der 3-Akt-Struktur. Aber beim Plotten kann ich Snyder-Beat-Sheet auswählen.

Ich werde wohl noch 'ne Weile brauchen, bis ich das alles durchblicke ...

Gruß
Fritz

 

 

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