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Hier findest du etwas, dass es bei keinem anderen Autorenprogramm gibt: Ein Forum, das Theorie (Schreibhandwerk) mit Praxis (so mache ich das im Programm) verbindet.

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Martin

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Systematisches Aufraffen aus Depressionen

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Liebe Buchmensch,

es freut mich riesig, dass du hierher gefunden und diesen Artikel geschrieben hast! Echt super! Und gleich obendrauf: großen Respekt vor deiner Leistung!

Deine Kreativität, die du entwickelt hast, um mit deiner Herausforderung umzugehen, bewundere ich. Ebenso, dass du so offen uns von deinem Leben erzählst. Ein für mich sehr wertvolles Stück Texte - und ich kann mir vorstellen, auch für viele in einer ähnlichen Lage!

Diene miesen Schuldgefühle kann ich nachvollziehen. Ist zwar anders gelaufen als bei dir, aber ich hab mich zeitenweise auch schlecht gefühlt und mir gedacht, was ich doch für Schwächling wäre, das und das nicht auf die Reihe zu brächte. Ich denke, wir machen da aber beide einen Fehler. Es gibt ein sogenenntes ›Normal‹ und das ist die Gesellschaft rund um uns herum. Alles, was sich außerhalb bewegt ist naturgemäß nicht normal. Dieses Normale prägt aber auch unsere Werte insofern, als wir uns daran ganz unbewusst messen. Der eine hat nun einen eher laschen inneren Kritiker, andere wieder einen eifrigen, der einem das Leben wirklich zur Hölle machen kann. Dieser Kritiker ist aber ausgesprochen dumm. Denn er ist nur in der Lage, etwas an dem ›Normalen‹ zu messen. Und das ist völlig kontraprouktiv!

Sehen wir uns doch mal das Normale an. Sein Ergebnis ist unsere Welt, wie sie ist. Ist die so toll? Ich finde es wirklich nicht - gemessen an dem, wie sie sein könnte. Also ist für mich das Normale auch absolut nichts Erstrebenswertes. Es ist vielmehr das Individuelle, Farbige, Bunte, Eigene. So finde ich, es sollte jeder nur sein eigener Maßstab sein, mit seiner persönlichen Ethikl und das Wohlfühlen nicht vom Normalen abhängig sein, sondern dem, wie gut man im eigenen Fluss ist. Wenn du es so siehst, dann ist deine Leistung wirklich hervorragend. Du hast kreative Wege gesucht und offenbar auch gefunden, du hast also etwas getan. Also teile bitte deinem Kritiker mit, dass er entweder die Klappe halten soll, ansonsten er gekündigt wird :-)

Liebe Grüße
Martin

 

Das ist wirklich ein interessantes Thema. Obwohl ich schon die Überschrift als einen Widerspruch in sich empfinde. Wie soll man sich systematisch aus einer Depression aufraffen, das ist genauso wenig vorstellbar wie seine Mitmenschen vollzuquatschen, bis man alles losgeworden ist, oder den Zucker wegzulassen (was ohnehin nur bei Zuckersüchtigen funktioniert). Das alles sind Ratschläge, die nur Leute geben können, die nicht wissen, was eine Depression ist, wie sich das anfühlt und wie hilflos man sich da fühlt, weil im Grunde genommen nichts hilft, was auch immer man versucht.

Wenn man überhaupt in der Lage ist, irgendetwas zu versuchen. Denn auch um andere vollzuquatschen mit seinen Sorgen und Nöten oder um die Disziplin aufzubringen, den Zucker wegzulassen oder um beispielsweise die Energie aufzubringen, Sport zu betreiben, was auch oft als Antidepressionsmittel empfohlen wird (von Sportenthusiasten, die ebenfalls keine Ahnung haben, was eine Depression überhaupt ist, die verwechseln das mit schlechter Laune oder mit etwas fehlender Energie, um sich aufzuraffen), muss man überhaupt in der Lage sein, einen Finger zu heben und irgendetwas in Angriff zu nehmen. Manchmal kann man aber nicht mal mehr einen Finger heben, schon das ist eine zu große Anstrengung.

Logischerweise ist das, was am wenigsten Energie und Anstrengung erfordert, dann tatsächlich, den Laptop aufzuklappen und so ein Programm wie Patchwork aufzumachen. :) Was ja allein durch seine fröhlichen Farben schon ein bisschen die Stimmung hebt. Aber wie geht es dann weiter? Kann Patchwork wirklich helfen, wenn ich tatsächlich in einer Depression stecke?

Mich würden die Ratschläge aus dem anderen Forum von dieser Forumsteilnehmerin tatsächlich mal interessieren. Was hat sie mit Patchwork gemacht, was ihr bei Depressionen geholfen hat? Was ich in solchen Fällen brauchen würde, wäre wahrscheinlich eine Art Kreativboard, das mir automatisch nur positive Begriffe zusammenstellt. :) Aus denen ich dann ausschließlich positive Sätze bzw. Geschichten machen kann.

Wenn man in einer Depression steckt, hilft allerdings oft auch das positivste Feedback nicht. Weil man alles nur negativ sieht, alles nur schwarz. Deshalb kann ich aus eigener Erfahrung nur empfehlen, nicht allzu ablehnend gegen Medikamente zu sein. Ich nehme auch nicht gern Tabletten, aber den Luxus, darauf zu verzichten, kann man sich wirklich nur leisten, wenn man in gewisser Weise "normal" ist, keine Depressionen hat. Ich bin sehr froh und glücklich, dass ich jetzt so gut arbeiten kann, weil ich Tabletten habe, die mir ermöglichen, ich selbst zu sein, nicht irgendein depressives Bündel, das nichts zustandebringt.

Denn das treibt mich nur noch tiefer in die Depression. Wenn ich nicht schreiben kann. Solange ich schreiben kann, kann ich meine Figuren agieren lassen, kann mir lustige Dinge ausdenken, die mich selbst auch in gute Laune versetzen, kann Geschichten erfinden, wie ich sie mir in der Realität wünschen würde, immer mit Happy End, das es so selten gibt in der Wirklichkeit, und die mich dadurch aufrichten. Ich habe Einfluss auf meine Figuren, auf ihr Verhalten, kann eine böse Figur bestrafen oder etwas erleben lassen, aus dem sie lernt, wie böse und ignorant sie bisher war. So kann sie sogar zu einer guten Figur werden. Diesen Einfluss habe ich im Alltag nicht. Ich kann mich nur so gut wie möglich von bösen und ignoranten Leuten fernhalten.

Aber man lebt ja in dieser Welt, und ganz kommt man nicht um diese destruktiven Menschen herum, die immer Fröhlichen, die meinen, man müsste sich nur zusammenreißen, wenn man eine Depression hat. Ist doch alles kein Problem. Weil sie eben selbst dazu in der Lage sind, eine schlechte Stimmung einfach dadurch verschwinden zu lassen, dass sie darüber reden oder einfach etwas anderes tun. Aber das ist eben keine Depression, das ist nur schlechte Laune. Wenn ich einfach nur schlechte Laune habe, kann ich das auch ganz schnell überwinden. Bei einer Depression geht das aber nicht.

Also ich bin für einen Patchworkmodus "Nur positive Assoziationen". :)

@buchmensch

Vielen Dank für den Hinweis auf die Seite 4thewords. Die kannte ich noch gar nicht. Leider ist mir das zu fantasylastig, und mit Fantasy habe ich bedauerlicherweise so überhaupt nichts am Hut, aber ich finde das Konzept und die Idee gut. So etwas würde ich mir auch etwas weniger fantasymäßig wünschen, dann könnte ich mir da vorstellen mitzumachen. Aber sehr, sehr interessant. Danke!

@admelo

Ich habe gelesen, dass die eingesetzten Medikamente wiederum zu Depressionen führen. Heilen sieht anders aus, oder?

Soso, das hast Du GELESEN. Na, dann kennst Du Dich ja super aus mit dem Thema. Wenn man eigene Erfahrungen damit hat, dann kannst Du Dir das meiste, was Du gelesen hast, an den Hut stecken. Und was würdest Du als Alternative vorschlagen? Gleich vom höchsten Turm der Stadt springen? Dann ist man ja endgültig "geheilt", oder?

Wenn man keine Ahnung von Depressionen hat, sollte man sich mit solchen Bemerkungen zurückhalten, das würde ich mir wünschen. Depression kann man nicht heilen, man kann sie nur lindern. Durch meine Tabletten fühle ich mich nicht mehr depressiv, aber die Depression ist trotzdem immer noch da.

Das ist wie bei einem trockenen Alkoholiker. Selbst wenn man sein Leben lang nichts mehr trinkt, ist man immer noch Alkoholiker. Die Krankheit bleibt. Man kann sie aber behandeln, sodass man die Auswirkungen nicht mehr oder nicht mehr so stark spürt.

Hallo Dagmar,

Depressionen in dauerhafter Form habe ich nicht. Aber ich habe Phasen erlebt, in denen ich Emotionen ziemlich hilflos ausgeliefert war. Das ist zwar was anderes, aber ich habe dadurch erlebt, wie zwingend Körperchemie sein kann.

Einem Depressiven würde ich nie raten, das Thema mental zu lösen, denn das geht nicht. Das geht aber eigentlich bei keinem Problem wirklich, ich denke, da redet man sich ganz viel ein. Depressionen sind chemische Prozesse im Körper, die zudem noch Energie killen. Ich weiß nicht, ob Manische besser dran sind, vielleicht, wenn man sie nicht näher kennt. Auf jeden Fall beides Kurvenspiten, diez sich weit über das Maß der Kurve hinausgehen, innerhalb dessen man sich wohl fühlt.

Wie gesagt, wirklich mitreden kann ich nicht. Aber ich habe genug anderes durchgemacht nicht so Lustiges, dass ich mitreden kann beim Nicht-gut-Gehen. Trotzdem allem bin ich der Überzeugung, dass alles Unschöne auch irgendeine konstruktive Komponente hat. Wenn man voll drin steckt, sind solche Überlegungen natürlich zu vergessen. Aber (in diesem Fall, also Depression) gibt es zum Glück Tabletten, die die Chemie oft so geraderichten können, dass man einigermaßen klar denken und handeln kann. Dann finde ich, dass man es angehen kann, wirkliche Auswege zu suchen.

In dieser entspannteren Lage könnte ich mir Patchwork schon vorstellen, wohl am ehesten mit Clustering und Kreativmatrix. Im Clustering Begriffe suchen, die nicht wirklich harmonisch zusammenpassen, also etwa Stachelschwein - fliegen - Sahnebaiser - Frühlingsblumen - Golf spielen - blonder, blauäugiger Hühne - Acapulco - Schnellkochtopf - blöder Nachbar und so weiter. Ich denke, das Potenzial aus den Begriffspaaren könnte reizvolle Ideen iniziieren.

In einem Punkt muss ich dir alledings widersprechen, das ist das Einmal-Immer. Es mag sein, dass wir erblich-genetisch beeinflusst sein mögen oder unseren Genpool durch Alkoholgenuss beschädigt haben, was den Eindruck ›immer Alkoholiker‹ impliziert. Aber unsere Gene werden durch unser Verhalten und unsere Gewohnheiten beeinflusst - sind nicht in Stein gemeißeltes Leid forever. Auch spielen abgespaltene Anteile eine erhebliche Rolle, aber das führt hier wirklich zu weit.

Liebe Grüße
Martin

Es sehr schweres Thema, würde ich sagen. Zuerst einmal, es gibt nicht die eine Lösung, die für alle funktioniert!

Aus meiner Sicht ist es immer individuell, wie man damit umzugehen hat/kann. Ich bin auch kein Therapeut, der eine fachliche Abhandlung hier hinrotzen kann. Ok, können schon, aber nicht wollen(ich beschäftige mich schon mehr als 40 Jahre mit dem Thema, seit ich 13 war). Dazu wendet man sich zwingend an einen guten Therapeuten.

Womit ich bei meiner ganz persönlichen Erkenntnis bin: Therapie!

Da aus meiner Sicht kaum ein Weg daran vorbeiführt, für die meisten Betroffenen.

Das leidige Thema Medikamentation.

Diese Medikamente sind dazu da, den Serotoninspiegel soweit anzuheben, damit das leben erträglich und damit zu bewältigen ist(sehr vereinfacht gesagt). Es ist aber meistens nicht als dauerhafte Lösung gedacht. Da man damit die Ursache nicht angeht.
Dabei lasse ich eine genetische Ursache mal außen vor, da ich es nur bei wenigen als realistisch ansehe, also das es Genetischer Ursache ist(meine Meinung, keine Wissenschaft).

Wenn es aber, wie ich vermute, fast immer mit Traumata, oder verkürzt gesagt Psychischen Reaktionen auf Erlebnisse ist, dann muss man diese zwingend bearbeiten, sofern dies möglich ist. Gibt ja Menschen, die keinerlei Zugriff auf das Erlebte haben, dass so etwas ausgelöst hat.

@dagmar

Als ich deine Zeilen dazu las, sprang mich deine Wut, dein Frust förmlich an. Verständlich, finde ich. Ich möchte Dir dazu etwas mitgeben, falls du magst. Falls nein, einfach ignorieren.
Kann ein Mann nachvollziehen, wie es ist schwanger zu sein? ==> Nein.
Genauso verhält es sich bei einer Depression. Wer es nicht selbst erlebt hat, der kann es schlicht nicht nachempfinden. Genau darum nehme ich Aussagen von Menschen unter diesem Betrachtungswinkel nicht krumm. Weil es schwer verstehbar ist, wenn man es nicht durchlebt, laut mir sogar unmöglich.
Da hilft nur Aufklärung und zur Sprache bringen, wie es wirklich ist. Darüber gibt es schon diverse Bücher, die Aufklärung zu betreiben versuchen. Wirklich verstehen, kann man es deshalb aber nicht, zumindest meiner Ansicht nach.

Woher nehme ich die Frechheit, Dir das zu schreiben?

Meine Lebensgeschichte, woraus = Posttraumatische Belastungsstörung und chronische Depression resultierte.

Aber man lebt ja in dieser Welt, und ganz kommt man nicht um diese destruktiven Menschen herum, die immer Fröhlichen, die meinen, man müsste sich nur zusammenreißen, wenn man eine Depression hat. Ist doch alles kein Problem. Weil sie eben selbst dazu in der Lage sind, eine schlechte Stimmung einfach dadurch verschwinden zu lassen, dass sie darüber reden oder einfach etwas anderes tun. Aber das ist eben keine Depression, das ist nur schlechte Laune.

Aus meiner Sicht reden sich diese Menschen dauerhaft etwas ein und sind Meister im Verdrängen, was sie, früher oder später einholen wird. Genau so passiert bei einem Menschen aus meinem früheren Umfeld. Muss nicht, kann aber.

Nur positive Assoziationen

Ich weiß nicht, ob das wirklich hilfreich wäre. Lasse mich aber gerne eines Besseren belehren. Das bringt mich auf die Sache mit Triggern, Auslösern, Backflashs. Die meisten Menschen versuchen, diese zu vermeiden, was nach mir nicht wirklich auf Dauer funktioniert. Auch hier, ist meine Meinung, darf und kann man anders sehen.

Etwas das ich gefunden habe im Netz: https://www.psych.mpg.de/840900/depression

@martin

Richtig, mental kann man es nicht lösen, aber ein klitzekleinwenig verbessern, was aber nur bei wenigen klappt. Da muss man realistisch bleiben.

Mitreden kann jeder, solange man respektvoll dabei ist, und das bist Du ja sowieso.

In dieser entspannteren Lage könnte ich mir Patchwork schon vorstellen, wohl am ehesten mit Clustering und Kreativmatrix. Im Clustering Begriffe suchen, die nicht wirklich harmonisch zusammenpassen, also etwa Stachelschwein - fliegen - Sahnebaiser - Frühlingsblumen - Golf spielen - blonder, blauäugiger Hühne - Acapulco - Schnellkochtopf - blöder Nachbar und so weiter. Ich denke, das Potenzial aus den Begriffspaaren könnte reizvolle Ideen iniziieren.

Interessante Idee könnte vielleicht sogar dem einen, oder anderen helfen.

Wegen dem ... Einmal-Immer. Ja, ich kann es nicht lassen, etwas dazu zu schreiben.

Gerade ich bin ein Beispiel dafür, dass es nicht für immer sein muss. Aus Sicht der Schullehre der Therapie(Freud,Jung etc.) bin ich unheilbar krank und werde das auch immer sein.
Es wurde mir prognostiziert, dass ich ein Leben lang suizidär sein werde und immer abhängig von Medikamenten, sprich Antidepressiva. Das natürlich aufgrund meiner Lebensgeschichte und dem damit Verbundenen erlebten.

Kurz gesagt, ich komme ohne Antidepressiva aus. Das dauerte etwa 20 Jahre, aber immerhin, es geschah und war natürlich nicht leicht. Wie auch. Aber und davon bin ich überzeugt, gibt es bei vielen(nicht allen) die Chance das es geht.
Das heißt nicht, alles klar, gibt Heilung und dann ist alles gut und schön. Nada. Es heißt nur, dass es auf Dauer einen Weg ohne Medikamente geben könnte. Auf und Ab, hat man trotzdem noch. Aber man lernt, damit umzugehen. Klingt einfach, ist es aber nicht.
Es macht aber Mut, wenn man sieht, dass es bei schwersten Depressionen auch einen Weg da raus gibt. Selbst unter der Prämisse, dass dieser Weg nicht für alle möglich ist.
Ich habe meinen Therapeuten schief angesehen, als er sagte: »Wir werden sehen, was geht, was nicht. Aber das soll nicht unser Fokus sein. Fokus soll sein, dass es ihnen Schritt für Schritt, weg von der Todessehnsucht bringt. Dann bauen wir ein Fundament für ihr Leben. Und dann ist der Zeitpunkt da, um zu sehen, was möglich ist und was nicht.«

Warum kann nun Patchwork dabei helfen?

Wenn man depressiv ist, dann sollte man das tun, was man gerne tut!
In unserem Falle also schreiben und das möglichst ohne Druck. Bei einem anderen mag es zeichnen, oder Tanzen, was auch immer sein, das ist nicht das Wichtige. Wichtig ist eher, dass man sich selbst wahrnimmt, sich Gutes tut. Dabei aber aufpasst, dass man nicht in die Maßlosigkeit abdriftet, sonst vermehren sich die Probleme nur. Stichwort, Schokolade ja, aber nicht eine ganze, sondern eben nur eine Reihe davon.

Aus meiner Sicht ist der Modus »Ablenkungsfreies Schreiben« genau richtig, um jemanden dabei zu Unterstützen, den Fokus auf das Schreiben zu richten und da zu halten.
Patchwork hilft auch darum, weil man alles in einem Programm gebündelt hat, so entfällt die Ablenkung, die man sonst jeweils hat, wenn man vom einen Programm, zum anderen wechselt und so die Möglichkeit hat, sich mit anderem zu beschäftigen.
Eine Gefahr birgt das aber auch, dass man sich noch tiefer in die Gedanken vergräbt. Da muss/sollte man aufpassen und darum regelmäßig eine Kaffeepause machen, ich stell mir dazu einen Timer.

Mit dem Schreiben reflektiert man sich selbst ja bestens. Respektive ich erhalte damit einen genaueren Zugang zu mir selbst. Aber auch hier gilt, was für mich funktioniert, muss für andere nicht zwingend gleich sein.

Ich hoffe, das war nun nicht zu ausführlich, wenn doch, möge man es mir bitte verzeihen.

Herzlich

Lestade

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