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Hier findest du etwas, dass es bei keinem anderen Autorenprogramm gibt: Ein Forum, das Theorie (Schreibhandwerk) mit Praxis (so mache ich das im Programm) verbindet.

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Was ist Fantasy? Definition des Genres und seiner Subgenres.

Jeder hasst Schubladen. Wenn man Menschen fragt, wie sie sich einordnen, oder welchem Typus sie sich zugehörig fühlen, hört man oft die Antwort: "Ich lasse mich in keine Schublade stecken." Menschen verabscheuen das, sie glauben, es würde ihrem individuellen Profil nicht gerecht. Ihrer "Wesensart". Dabei sind Schubladen sehr nützlich. Schubladen dienen der Ordnung, und sind in Haushalten nicht mehr wegzudenken. Dabei ist es egal, ob es sich um geschlossene Schubladen oder Fächer, Nischen, Regale handelt. Es ist das Wesen der Kategorie, der Taxonomie, welches uns hilft, die Dinge "einzuordnen". Eine solche literarische Kategorie ist die "Fantasy"-Literatur. Buchhändler wollen wissen, in welchem Genre oder welcher Kategorie sie ein Buch verorten dürfen. Krimis kommen eben in ein anderes Regal als Entwicklungsromane, man mischt das nicht. Wenn man also mit einem Buch beginnt, egal um welche Art von Geschichte es sich handelt, sollte man sich klar darüber sein, in welchem Regal der Buchhändler das Werk unterbringen soll. Und genau aus dem Grund sind "Genremixe" auch pures Kassengift.

Ich habe früher, als ich noch in Schreibgruppen war, von Jungautoren, die sich für große Literaten hielten gern den Satz gehört "Ich will mein Werk nicht einordnen, es gehört in kein bestimmtes Genre, es soll für sich sprechen." Aus diesem Satz sprach für mich dann stets die Verblendung des Unbegabten. Wer so argumentiert, ist entweder so übermäßig talentiert und tiefsinnig, dass man sich fragt, was er in einer Schreibgruppe zu suchen hat. Oder er ist schlicht ein Möchtegern. In 99% der Fälle trifft Letzteres zu.

Auf jede Geschichte trifft irgendeine Kategorie zu. Auf JEDE. Selbst wenn es sich um "Hochliteratur" handelt, wie zB Jonathan Franzen oder Paul Auster. Dann ist das eben die Kategorie. Wobei Buchhändler auch diese Werke wieder in weiteren Unterschubladen sortieren würden, wie zb "Stadtgeschichten - New York", wenn es sich um Paul Auster handelt. Oder wenn andere Autoren dann so ähnlich schreiben, folgt die Kategorie "Bücher wie Paul Auster sie schreiben würde".

Wir kommen also um Kategorien und Genres nicht herum. Wobei dem Begriff "Genre" immer noch ein wenig Pulpgeruch anhaftet. Das liegt daran, dass sogenannte "Low Fantasy" oder "Science Fiction" in Groschenromanen (Pulp Fiction) zu finden waren. Das minderte ihren literarischen Wert, obgleich sie heute hohes Ansehen genießen (Ron Howards "Conan der Barbar" zb oder "Lied von Eis und Feuer" von G.R.R. Martin).

Haben wir diesen Schritt getan, folgt die Prüfung unserer Romanidee: ist es Fantasy und wenn ja, welche Art von Fantasy?

Um zu erkennen, ob es sich um Fantasy handelt oder nicht, müssen wir keine Drachen und Elfen bemühen. Sicher ist fast alles Fantasy, was Drachen und Elfen enthält, aber nicht jeder Fantasyroman enthält zwangsläufig Drachen und Elfen. Es genügt, eine Aussage abzuklopfen:

"Der Leser trifft am Anfang der Geschichte eine Glaubensentscheidung. Und zwar hinsichtlich der Welt, die er betritt." - Dr. H.W. Pesch

Diese Aussage macht es sehr einfach Fantasy von jeglicher anderer Literaturgattung abzugrenzen. Der Leser wird mit einer Welt konfrontiert, die es in Realitas per se so nicht gibt. Er trifft also eine Glaubensentscheidung: "Ich akzeptiere diese Welt als gegeben". Und Punkt. Das war's. Ab jetzt ist alles Fantasy. Aber noch lange nicht "Genre"!

Zum Genre wird es dann, wenn wir noch bestimmte weitere Regeln befolgen, abhängig davon, in welchem Subgenre wir uns bewegen. Ich will mich jetzt hier nicht weiter über Fantasydefinitionen auslassen, da Wikipedia hier ausreichend Informationen gibt (und Wikipedia abschreiben ist lahm), ich möchte nur kurz auf die diversen Subgenres eingehen:

Vorher noch ein Wort zur Unterscheidung "High Fantasy" und "Low Fantasy" - das ist eine eher willkürliche Unterscheidung, ähnlich der Kategorisierung "Literatur" - "Trivialliteratur". Wobei letztere als "minderwertig" angesehen wird, zumindest von Literaten. High Fantasy bezeichnet Romane, die eine in sich geschlossene Welt anbieten, man spricht auch vom "High Concept".  Malt noch eine Landkarte dazu und schon seid ihr High Fantasy. Man kann natürlich auch zu Low Fantasy Welten erschaffen und Landkarten zeichnen, doch die Geschichten unterscheiden sich auch inhaltlich. Low Fantasy konzentriert sich auf "meist maskuline" Helden, die mit irgendeinem magischen Schwert die Welt oder ihr Volk retten oder ihre Familie rächen oder ähnliches - im Grund ein auf eine Fantasiewelt übertragener Western. Alles andere ist dann bereits High Fantasy.

Subgenres:

Urban Fantasy: auch Contemporary genannt, das ist Fantasy, die in unserer real existierenden Welt angesiedelt ist, oder eine Welt, die ihr sehr ähnlich ist, und/oder dann parallel dazu weitere Welten anbietet. Beispiele: Harry Potter (Muggelwelt vs. Hogwarts), Hawks Effect (Carbonwelt vs. Light Universe), Die Shadowrunromane (basierend auf einem Pen & Paper RPG), American Gods von Neil Gaiman. Aber Vorsicht! Nicht jede Geschichte, in der ein phantastisches Monster oder eine irreale Wesenheit auftaucht, ist auch gleich Fantasy. Gozilla ist kein Fantasy und Stephen Kings ES auch nicht.

Science Fantasy wie zb Star Wars (mit all seinen märchenhaften Elementen wie Lichtschwertern und der "Macht") aber auch der Höhlenwelt Saga von Harald Evers.

Dark Fantasy: Fantasy meets Horror, wie zb "Der Dunkle Turm" von Stephen King oder "Thomas Covenant der Zweifler" von Stephen Donaldson.

Historical Fantasy: kommt gern als pseudohistorische Erzählung daher, krassestes Beispiel "Abraham Lincoln Vampirjäger". Hier werden dann auch Genres munter amalgamiert, denn gerade bei letzterem Beispiel kommt noch Dark Fantasy hinzu, folglich bekommen wir hier Dark Historical Fantasy.

Ich könnte (und werde vielleicht auch) die Liste hier noch weiter führen, aber ich denke für's Erste habe ich die wichtigsten Gedanken vorgestellt. Ich wollte eigentlich nur bewirken, dass sich zukünftige oder bereits existierende Fantasy Autoren zu ihrem Genre oder ihrer Gattung bekennen und keinen Fluchtweg suchen. Wenn ihr Fantasy schreibt, dann steht dazu, auch wenn ihr dafür mit 100%ger Sicherheit nie einen Nobelpreis dafür bekommen werdet.

 

 

Hallo Rael,

auch dir ein herzliches Willkommen hier!

Sehr interessant, was du zu Fantasy erzählst, vor allem für mich als Nicht-Fantasyer - aber was nicht ist kann noch werden.

Wo findest du, dass ein Programm wie Patchwork speziell den Fatnasyschreiber unterstützen kann beziwhungsweise könnt?

Liebe Grüße
Martin

Hallo Rael. Herzlich Willkommen.

Ich wollte eigentlich nur bewirken, dass sich zukünftige oder bereits existierende Fantasy Autoren zu ihrem Genre oder ihrer Gattung bekennen und keinen Fluchtweg suchen. Wenn ihr Fantasy schreibt, dann steht dazu, auch wenn ihr dafür mit 100%ger Sicherheit nie einen Nobelpreis dafür bekommen werdet.

Ich steh da voll dazu und habe nur die Absicht, dass sich Leser, die irgendwann vielleicht meine Tess mal lesen, gut unterhalten fühlen und meine geistigen Ergüsse für gut befinden. Nur bei dem Subgenre, da komme ich ins schleudern. Es ist Urban, da in der realen Welt, könnte stellenweise auch Dark sein, wegen den Dämonen.

High Fantasy bezeichnet Romane, die eine in sich geschlossene Welt anbieten, man spricht auch vom "High Concept".  Malt noch eine Landkarte dazu und schon seid ihr High Fantasy. Man kann natürlich auch zu Low Fantasy Welten erschaffen und Landkarten zeichnen, doch die Geschichten unterscheiden sich auch inhaltlich. Low Fantasy konzentriert sich auf "meist maskuline" Helden, die mit irgendeinem magischen Schwert die Welt oder ihr Volk retten oder ihre Familie rächen oder ähnliches - im Grund ein auf eine Fantasiewelt übertragener Western.

High wäre es nicht, denn es ist keine abgeschlossene Welt. Es spielt in unserer und im Schatten, in den Sphären. Was ja wiederum in sich geschlossene Welten sein können. *Grübbel* also Low? Tess kämpft, ja. Aber es ist nicht das typische Gut gegen Böse. Western, weiß nicht, ob das zutrifft. Naja, da es aber nicht Hgh ist, muss es wohl Low sein.

 

@martin

Wo findest du, dass ein Programm wie Patchwork speziell den Fatnasyschreiber unterstützen kann beziwhungsweise könnt?

Naja, bei High-Fantasie nach obiger Definition: Den Überblick über die Welt zu behalten. Es müssen viele Details bedacht werden, da kann ich mir schon vorstellen, dass man bei Patchwork gut aufgehoben ist um alles miteinander zu vernetzen.

Wenn ich irgendwann mal die Grundlagen von PW verinnerlicht habe, werde ich mich an meiner High-Fantasiewelt weiter austoben, dann berichte ich dir. Aber das wird wohl noch dauern.

 

Lieben Gruß Yvonne

Liebe Yvonne,

das ist einfach: da du in sich geschlossene Welten konzipierst, in denen mehr stattfindet als einfach nur "Held rettet Prinzessin" kannst du durchaus von High Fantasy sprechen. Das Subgenre ist auch klar, nämlich Urban Fantasy; und falls du deine Dämonen richtig gruselig schilderst, ist es "Dark Urban Fantasy". Dafür gibts bei Amazon sogar eine Kategorie.

@martin

Es fällt mir etwas schwer, in PW etwas Fantasyspezifisches zu sehen, da alle Features im Grunde jedes Genre und jede Gattung unterstützen. Dein geplantes Kartenfeature ist natürlich sehr fantasyaffin und wird dort besonders gute Dienste leisten, weil Fantasyromane den "Kartenteil" sozusagen vereinnahmt haben. Man denke nur an die weltberühmten Karten von Mittelerde. Seitdem hat fast jeder Fantasyroman seine Map. Aber Maps sind ja auch bei allen anderen Romangattungen nützlich, auch bei Krimis. Übrigens dürfen es dann auch gern Stadtpläne sein (als erweiterte Anregung für die Autoren).

Oh, ich vergaß! Ein Feature ist für Fantasy natürlich unglaublich nützlich, und zwar der Namensgenerator! Den habe ich intensiv genutzt. Ich übernehme die Namen zwar nie exakt, aber als Vorschläge sind sie ungemein anregend und ersparen eine ganze Menge Grübelei. Der Namensgenerator ist ganz eindeutig eine Fantasy USP.

Für alle anderen sind sicher auch die neuen Berufsortideen sehr nützlich.

Was ich an Patchwork besonders schätze, ist eben genau das, was sein Name bereits suggeriert: ein Patchwork an vielen äusserst sinnvollen und nützlichen Tools, die ich zum schreiben nutzen kann oder halt auch nicht. Und je größer der Werkzeugkasten wird und je spezialisierter er wird, desto besser.

 

Liebe Yvonne,

das ist einfach: da du in sich geschlossene Welten konzipierst, in denen mehr stattfindet als einfach nur "Held rettet Prinzessin" kannst du durchaus von High Fantasy sprechen. Das Subgenre ist auch klar, nämlich Urban Fantasy; und falls du deine Dämonen richtig gruselig schilderst, ist es "Dark Urban Fantasy". Dafür gibts bei Amazon sogar eine Kategorie.

Tja Real.

Meine Dämonen sind gar nicht so böse. Obwohl es schon fiese Exemplare gibt. Aber die werden gar nicht genau beschrieben. Die Handlung spielt eher im Jetzt. Und die Sphären lernst du auch nur teilweise kennen. Aber High und Urban, das klingt schon gut. Wenn das mal ein richtiges Buch zum Verkauf werden will, würde ich versuchen, einen Verlag zu finden, der mir dann bei der genauen Schublade sicher hilft.

Solltest du irgendwann einmal die Notwendigkeit sehen, in der Geschichtenwerkstatt vorbeizuschauen, kannst du auch mal kurz in meine Tess reinlesen. Bin sozusagen an der ersten Überarbeitung nach der absolute Rohfassung, die kaum geplottet wurde, der größte Teil  im NaNoFriMo 2017 entstand und deswegen bestimmt einige Plotlöcher hat.

 

LG Yvonne

Verzeih mir die Frage, wo ist die Geschichtenwerkstatt? Ich scheine heute blind zu sein :(

Bist nicht blind, Alarna, die ist nicht öffentlich. Wenn du rein möchtest, bitte kurze Mail.

Liebe Grüße
Martin

Bist nicht blind, Alarna, die ist nicht öffentlich. Wenn du rein möchtest, bitte kurze Mail.

Oh, Entschuldigung. Dann sind meine Worte natürlich verwirrend, wenn die Öffentlichen den ganzen Bereich Geschichtenwerkstatt gar nicht sehen. Ich dachte, sie sehen es, kommen nur nicht rein. Dachte, steht dann sowas wie ne Erklärung, was das ist und wie man hinein kommt.

Die Erklärung, Yvonne, gibt es schon, aber oben in dem allgemeinen Text ›Worum geht es hier‹.

Liebe Grüße
Martin

 

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