Organisieren

Der Profi weiß, dass es bei Projekten mehr zu organisieren gibt, als man gemeinhin annimmt.

Wozu brauche ich Patchwork, das geht doch auch mit Word, oder? Speziell eine Aussage von alten Hasen, die vielleicht sogar früher noch mit der Schreibmaschine geschrieben haben. Wenn du zweifelst, ob dir Patchwork beim Organisieren helfen kann, nimm dir für diese Seite etwas Zeit.

Zwar ist der Begriff ›Szene‹ geläufig, aber unverständlicherweise hört man aus der Ratgeberecke relativ wenig von Szenen. Dabei sind sie das zentrale Element jeder Geschichte. Diese kleine Grafik zeigt dir, was bei und mit einer Szene tatsächlich alles geschieht. Weil die Szenensicht so wichtig ist, wurde Patchwork szenenorientiert konzipiert und untsertsützt dich intuitiv bei dieser Denk- und Arbeitsweise.

In der Kapitelübersicht hats du alle Infos zu den Szenen im Blick. Dabei kannst du zu- und wegschalten, was du aktuell sehen möchtest. Aber nicht irgedwo kompliziert in den Einstellungen, sondern direkt mit zwei Mausklicks hier draußen.

Eine spezielle Variante ist die Outline-Ansicht. Mit ihr hast du noch mehr Informationen und kannst dein Projekt mit allen wichtigen Daten bis hin zum Pitch in der Übersicht ansehen. Klicks auf bestimmte Felder zeigen dir die Szenen an, die zu diesen Feldern denselben Inhalt haben. So kannst du schnell nachsehen, welche Szenen denselben Erzählstrang verwenden, wo überall eine bestimmte Figur vorkommt und vieles mehr. Zur Outline-Sicht kannst du zwei Varianten abspeichern und nach Bedarf die passende aktivieren. Auch kannst du hier direkt neue Szenen anlegen und bestehende verschieben und umorganisieren.

Eine Figurendatenbank, zu der man sich mühsam hinklicken muss, nervt mehr, als dass sie hilft. Aus diesem Grund sind die Figuren jederzeit präsent. Entweder optional zur Kapitelübersicht oder, wenn es der Platz erlaubt, als ausgelagertes Fenster. Es wird dir Spaß machen, wenn einfach gleich die Figur da ist, über die du gerade schreibst und wenn du dich beim Namen nicht mehr vertippen kannst, weil du ihn über ein Kürzel mit drei Zeichen abrufen kannst. Mich selbst begeistert diese Option sehr!

Mit dem Figurenblatt kannst du deine Hauptfiguren im Interview genau kennenlernen. Durch die Zuordnung zu einem Persönlichkeitstyp nach dem DISG-Persönlichkeitsprofil gibst du der FIgur einen groben Rahmen. Dann kannst du sie interviewen zu ihrer Familie, ihrem Job und allen möglichen privaten Eigenschaften, von Ängsten über Schwächen und Stärken bis hin zum Selbstbild.

Figuren spielen in Geschichten fast immer die wichtigste Rolle. Entsprechend ausgefeilt sind auch die Unterstützungen dazu in Patchwork. In vier eigenen Reitern kannst du zu jeder Figur eine beliebig lange Beschreibung erfassen, ihren Lebenslauf, weitere Informationen und ihre Entwicklung, die sie im Lauf der Geschichte durchmachen wird. Beschreibung und Entwicklung kannst du automatisch in dein Exposé einfließen lassen, wenn du die Figur als eine Hauptfigur kennzeichnest. Weiters kannst du zu jeder Figur bis zu sechs Bilder erfassen. So sieht dich immer die Figur an, über die du gerade schreibst.

Die Texte können Hyperlinks ins Internet oder zu Dateien beinhalten. Wenn du Daten wie Geburt, Heirat usw. speziell markierst, wird dadurch automatisch die Requisiten-Timeline versorgt, die so alle Figurendaten nebeneinander darstellt – ein tolles Hilfsmittel für Zeitlogik und Stringenz. Weiters kannst du in den Texten Stellen markieren und mit dem Text deiner Geschichte verknüpfen. So findest du mit einem Klick immer zu den passenden Stellen im Text – und umgekehrt aus dem Techt zu Figur, Schauplatz oder Objekt und zwar gleich in den richtigen Textreiter.

Kontexte sind dein Sherlock Holmes, um dich im Text auch nach einer Pause zurechtzufinden.

Für Bücher ist eine horizontale Timeline relativ sinnlos, weil man entweder auf den ersten Blick keine Szenennamen sehen kann oder, wenn man zoomt, die zeitliche Relation nicht mehr hat. Patchwork geht mit seiner vertikalen Timeline einen anderen Weg: Pro Tag eine Zeile, bei mehreren Szenen pro Tag mehrere Zeilen, Wochenenden speziell eingefärbt. Längere Zeitabschnitte ohne Handlung (Dauer einstellbar) können optional ausgeblendet werden (Zeitklüfte), wodurch für ein paar Wochen nur eine dunkelgrau Zeile mit Angabe der Dauer bleibt. Der speziell entwickelte Datumspflücker erlaubt die Eingabe von Von- und Bis-Datum zugleich mit einem einzigen Doppelklick. Und, wenn du Fantasy-Geschichten schreibst, dann kannst du dir deine eigenen Kalender für deine Welten definieren. Auch vorchristliche Geschichten mit Minus-Jahreszahlen sind möglich.

Mit sogenannten Clips kannst du für bestimmte Themen deren Aktionen in der Timeline darstellen. Zum Beispiel ein geheimnisvolles Buch wird in einer Szene entdeckt, in einer anderen gestohlen, wo anders wiedergefunden. Da mit den Szenen auch jeweils ein Datum verbunden ist, kann die Geschichte dieser Themen gut visuell verfolgt werden. Durch beliebig zuordenbare Farben behältst du einen guten Überblick auch bei vielen Themen.

In der Requisiten-Timeline werden alle bei Figuren, Schauplätzen und Objekten angegebene Daten in einer Requisiten-Datumsmatrix dargestellt.

Durch die Szenenorientierung spielt die Projektgröße praktisch keine Rolle – ideale Voraussetzung für mehrere Bände in einem Projekt. Selbst bei vielen Bildern sind so große Projekte kein Problem. Die Bilder werden in einer eigenen Bibliothek vorgehalten und nur bei Bedarf im Text angezeigt. Durch die Kombination davon plus der Szenenorientierung kannst du sogar große Projekt mit Bildern mit Patchwork meistern.

Um vor allem Printausgaben aufzupeppen, können in beinahe allen Bereichen abfallende Grafiken ganz einfach angegeben werden, also Grafiken, die bis zum Blattrand gehen. So kannst du originelle Titeleien gestalten, Doppelseiten bei Kapiteln und sogar Bordüren, die bei jedem Kapitel anders sein können – auf der linken und rechten Seite unterschiedlich. Man sollte damit aber vorsichtig sein, da solche Projekte sehr schnell extrem groß werden und eine PDF-Datei für den Druck bei exzessiver Ganzseitengrafik-Verwendung mehrere hundert Gigabite aufweisen kann. Abfallende Grafiken sind nur für Print möglich und sinnvoll.

Eine schöne Optik bieten die Szenenvignetten, kleine Grafiken zwischen Titel und Text der Kapitel und/oder vor jeder beliebigen Szene. Für sie wird automatisch eine einheitliche Breite vorgeschlagen, die aber übersteuert werden kann. Alles sehr einfach zu handhaben.

Das Einfügen der Grafiken ist extrem simpel: bei der jeweiligen Szene oder in der Titelei die Grafik angeben, die Ausrichtung angeben (links, rechts, oben, unten, gestreckt) und feritg.