Planen

Autoren sind Künstler. Künstler sind Individualisten. Also hat Patchwork für jeden seine ideale Planungsmethode.

Sehen wir uns weiter unten an, wie der unzähmbare Freigeist sich einfach Notizen zu seinem Projekt sammelt, um dann bauchmäßig drauflos zu schreiben. Andere Autoren bevorzugen es, sich einfach einmal ein Gerüst aus Kapiteln zu machen, vielleicht auch schon die eine oder andere Szene darin und sich dazu dann kleine Szenennotizen zu machen. Dann gibt es den visuellen Typ, der gerne mit Kärtchen arbeitet, die er umherschieben kann, bis alles zusammenpasst. Andere lassen sich durch den Zufall inspirieren und bauen aus ein paar Eckpunkten ihre Geschichte auf. Wieder andere beginnen mit ihren Figuren, lernen die ganz genau kennen mitsamt ihren Problemen und Konflikten und bauen die Geschichte um sie herum auf. Die systematischen Dramaturgen bevorzugen den Plot und bauen dann aus ihm heraus ihre Geschichte auf.

Wer davon bist du?

Der Freigeist will sich keinem Schema unterordnen.

Ihm geht die Geschichte im Kopf um, er will Schnipsel schnell notieren, Daten sammeln und das zukünftige Buch verdichtet sich zusehends. Kein Plot, keine Regeln, sondern der Fluss ist das Credo. Trotzdem will er, wenn es so weit ist, möglichst alles an einem Fleck beisammen haben, um darauf zugreifen zu können. Bist du so jemand, dann ist die freie Konzeptarbeit für dich das Tool der Wahl. Hier kannst du beliebig viele Daten frei sammeln, ordnen oder auch nicht, aber sie stehen dir zur Verfügung. Und zwar mit Volltextsuche, wenn es drauf ankommt.

Individuelle Planer möchten Bausteine schaffen und benennen, um sie später mit Text zu füllen.

Natürlich kann hier die Materialsammlung wie beim Freigeist parallel ebenso erfolgen. Bei dieser Methode werden einfach erst einmal die Bausteine, also die einzelnen Szenen, benannt. Je nachdem kommt zur einen oder anderen eine kleine Beschreibung, die im Pitchtext hinterlegt werden kann. Oder Bilder und Web-Links? Einfach gleich verknüpfen. Genauso ist es möglich, teilweise ein Datum der Szene zuzordnen, um mal schnell in der Timeline nachzusehen, wie das zeitliche Verhältnis aussieht. Figuren und Schauplätze können parallel modelliert werden.

 

Der visuelle Geschichtendesigner

Ihr oder ihm liegt es am besten, mit Zetteln zu jonglieren. Diese Autorinnen haben umfangreiche Pinnwände, auf denen sich jede Menge Post-its tummeln. Hier kann Patchwork zudem noch helfen, Ordnung ins Chaos zu bringen. Die Kärtchen lassen sich nicht nur beliebig markieren und verschieben, sondern man kann mehrere Ebenen anlegen. So sind in der ersten Ebene zum Beispiel die Hauptkapitel – oder Teile – und darunter dann die Details. Du kannst Figuren auf das Kreativboard ziehen und sowohl Ihnen als auch allen anderen Körtchen Bilder verpassen. Wenn alles so ist, wie es sein soll, lässt du dir aus den Körtchen dein Kapitelgerüst automatisch genereiren, wobei der Text zum Pitch des Kapitels wird.

 

Stromerzeugung aus dem kreativen Zufall.

Ein paar Eckpunkte zur Geschichte sind vorhanden, aber der zündende Funke fehlt? Dann ist Clustering mit der Kreativmatrix das ideale Mittel der Wahl. Mach alleine oder mit deinem Partner oder Freunden Brainstorming und trage alles hier ein. Dann schüttelst du alles kräftig, indem du auf ›Matrix‹ klickst und bekommst dafür als Dankeschön eine Assoziationsmatrix aus den Begriffen. Die Methode hat der Autor, Blogger und Autorenberater Richard Norden in einem sehr praktischen Buch genau beschrieben: Kreativ mit der Matrix.

Diese Methode kann auch kapitelweise angewendet werden und ist der Hit gegen Schreibblockaden, denn du bleibst damit nicht odeenlos.

 

Persönliches Kennenlernen der Figuren.

Bekanntlich sind Figuren das Blut einer Geschichte. Manche Autorinnen haben sie im Kopf mit Haut und Haar, andere tun sich mit der Vorstellung schwerer. Mit dem Figureninterview (Figurenblatt) gibt Patchwork ein mächtiges Werkzeug an die Hand, wenn du deine Figuren wirklich gut kennenlernen möchtest. Wie ist ihre Familie, was sind ihre Ängste, Stärken und Schwächen, was für ein Verhältnis hat sie zu Natur oder Technik … alles Fragen, die dir die Protagonisten näherkommen lassen. Mit dem DISG-Persönlichkeitsprofil kannst du schon gleich zu Beginn einen Charakterrahmen festlegen.

Plotten sorgt bei Büchern und Drehbüchern seit jeher für die optimale Dramaturgie.

Vielen Autoren stellt es die Nackenhaare auf, wenn das Wort ›Plot‹ fällt. Dabei ist das eine sehr elegante Möglichkeit, sich dramaturgisch an der Hand nehmen zu lassen, um zu einer optimalen Spannungskurve zu gelangen. Patchwork bietet 6 Plotsysteme, vom klassischen Dreiakter für Kurzgeschichten und Novellen bis hin zur komplexen Schneeflockenmethode.oder der Heldenreise für komlexe Romane.